4. JBL Expedition 2006 - Südafrika und Malawisee
Ort: Südafrika und Malawisee
Vom 7.09.06 bis zum 23.09.06 reiste das JBL Forschungsteam zusammen mit interessierten Fachleuten aus Deutschland, Holland, Südafrika und der Schweiz nach Afrika.
Dort stand aquaristische Forschung und die Haischule von SharkProject und Dr. Erich Ritter auf dem Programm. Nach einem 11-stündigem Flug von Frankfurt nach Johannesburg mit South African Airways ging es weiter nach Durban. Dort wurden Tauchgänge am südlichsten Korallenriff des Indischen Ozeans durchgeführt. Tauchplätze bei Aliwal Shoal und Protea Banks wurden besucht. In der Nähe von Umkomaas gab es eine Krokodilfarm und in Durban das UShaka Aquarium zu bestaunen.
Die weltweit anerkannten Haispezialisten Andy Cobb und Dr. Erich Ritter referierten über Interaktionen mit Haien und bereiteten das JBL Team auf die Haibegegnungen vor.
Mit Mietwagen fuhr das Team zum Naturreservat Hluhluwe-Umfolozi nordwestlich von Durban. Übernachtet wurde in einem Zeltcamp innerhalb des Parks. Das Team hatte die Möglichkeit mit Rangerbegleitung zu Fuß Buschwanderungen zu unternehmen und nach Terrarientieren Ausschau zu halten.
Über Durban ging es weiter nach Kapstadt und dann an die Küste nach Hermanus, wo sich im September Südliche Glatt- und Buckelwale in Küstennähe aufhalten. Das Team nahm an einer Walbeobachtungstour in Gansbaai teil, um sich die friedlichen Meeressäuger aus der Nähe zu betrachten.
Anschließend fuhr das Team in den Nachbarort Kleinbaai weiter, in dem der Weißhaispezialist Andrè Hartmann wartete. Mit Brian Mc Farlane und André fuhr das Team zu der weltberühmten Shark Alley (Hai-Allee) zwischen den Inseln Dyer Island und Geysor Rock um Weiße Haie über und unter Wasser zu beobachten und etwas über deren Verhalten zu lernen.
Zwei Tage lang hatte das Team die Möglichkeit zu den Weißen Haien rauszufahren und die Tiere im Wasser zu erleben. Bei nur 15 °C Wassertemperatur war dies ein recht kühles Erlebnis.
Mit kleinen Motorflugzeugen hatten unternahmen die Teammitglieder Flüge, um die Region der Gansbaai bis Hermanus aus der Luft zu betrachten. Es boten sich einmalige Ansichten der Wale und der Großen Weißen Haie aus der Luft. Nach mehreren Stunden Autofahrt in Richtung Kap der Guten Hoffung ging es nach Simonstown bei dem berühmten Boulders Beach, an dem eine sehr große Pinguinkolonie lebt. In dieser Region wurden Tauchgänge durchgeführt, um die Biodiversität dieser fast Antarktischen Region zu erleben, in der atlantisches Wasser auf den Indischen Ozean trifft.
Zum Abschluss des Südafrikateils wurde ein Termin mit dem 2-Oceans Aquarium vereinbart, in dem die Teilnehmer einen Blick hinter die Kulissen auf die verwendete Technik werfen und mit den Sandtigerhaien im sieben Meter tiefen Predator Tank tauchen konnten. Als Aquarianer war es ein ganz neues Erlebnis, innerhalb des Aquariums zu sein und die Zuschauer außen an der Scheibe zu beobachten. Zwei weitere Flüge brachten das Team über Johannesburg nach Lilongwe am Malawisee. Es ging zum Camp von Stuart Grant, dessen Fischfangstation weltbekannt ist. Unter Begleitung von Malawisee-Spezialist Ralf Keter aus Berlin unternahm das Team Ausfahrten im Bereich des Cape Mc Lear. In vielen Tauchgängen wurden die Fische des Sees beobachtet und die Biotope analysiert. Nach fünf Tagen Malawisee musste dann die Heimreise nach Frankfurt angetreten werden.