Die JBL Forschung informiert: Weißer Kot oder Darmschleimhaut?

Für Hundebesitzer ist die Beschäftigung mit dem, was hinten rauskommt ganz normal, denn sie müssen es oft genug entsorgen. Aber auch Aquarianer und Teichbesitzer beobachten bei ihren Fischen, wenn sie auf Toilette gehen. Wenn der Kot nicht mehr dunkel, sondern weißlich wird, gehen bei vielen die Alarmglocken an, denn der erste Google-Treffer zu diesem Thema ist meistens die Diagnose „Darmflagellaten“. Das ist zwar auch möglich, aber wesentlich wahrscheinlicher sind andere Gründe:

Gerade nach dem Winter oder einer längerer Futterpause aus anderen Gründen, kommt es oft zu weißlichen, schleimartigen Ausscheidungen. Die Darmzellen haben sich auch ohne Nahrung weiter vermehrt und werden dann bei Erneuerung abgestoßen. Dies nimmt der Teichbesitzer dann als „weißen Kot“ wahr. Auch bei einer Futterumstellung kann dies vorkommen. Es hat nichts mit gutem oder schlechtem Futter zu tun, sondern schlichtweg mit der Umstellung, die 14 Tage oder länger dauern kann, bis die Darmbakterien sich umgestellt haben. Wenn das neue Futter dann z. B. Carotine enthält, kann die durchscheinende Ausscheidung rötlich erscheinen. Da der Futterwechsel oft einen Grund hat und ungerne rückgängig gemacht werden möchte, ist es empfehlenswert, das „alte“ und das „neue“ Futter zu mischen, um die Tiere daran zu gewöhnen. Sollten die weißlich-durchscheinenden Ausscheidungen auch nach mehreren Tagen noch zu sehen sein, wäre eine mikroskopische Überprüfung auf Darmflagellaten empfehlenswert. Ansonsten einfach daran denken, wie es bei Ihnen war, als Sie das erste Mal exotisches Essen von Straßenständen probiert haben. Alles eine Frage der Gewöhnung…

© 11.02.2019 JBL GmbH & Co. KG