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Rohasche - was ist das ?

Nach den gesetzlichen Bestimmungen müssen nach Futtermittelrecht die prozentzualen Anteile von Rohprotein, Rohfett, Rohfaser und Rohasche angegeben. Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Rohasche ?

Rohasche: Zur Ermittlung des Rohaschegehaltes wird die Probe in einem Muffelofen bis zur Gewichtskonstanz auf 550°C erhitzt. Dadurch werden alle organischen Bestandteile vermuffelt (verbrannt) und der Rückstand ist der Gehalt an Rohasche. Das sind abhängig von der Probe v. a. Mineralstoffe und Sand. Der Wert Gesamtmasse des Futtermittels abzüglich des Werts der Rohasche ist die organische Masse (OM). Die organische Masse setzt sich aus Rohprotein, Rohfaser, Rohfett und NfE (stickstofffrei Extrakte wie Zucker etc.) zusammen.

Rohasche ist jedoch nichts Negatives, wie man leicht annehmen kann oder auch gerne suggeriert wird. Dahinter verbergen sich viele Mineralstoffe und wichtige Spurenelemente wie beispielsweise Cobalt, Eisen, Fluor, Iod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Vanadium, Zink, Bor, Rubidium, Zinn und weitere.

Es gibt dann noch die sogenannten Mengenelemente, die ebenfalls in der Rohasche enthalten sind: Calcium, Kalium, Magnesium, Natrium, Schwefel, Phosphor und Chlor.

Diese Elemente übernehmen im Stoffwechsel viele Funktionen, greifen mittels Proteine, an denen sie gebunden sind, in den Wasserstoffwechsel, in die Enzym-, Hormon- und Blutbildung ein (Eisen ist das Zentralatom im roten Blutfarbstoff und für den Sauerstofftransport wichtig) als auch in die Immunabwehr ein.

Man sieht, mache Begriffe, die man negativ wahrnimmt, enthalten bei genauer Betrachtung auch wichtige Seiten.

© 07.07.2013 JBL GmbH & Co. KG