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Biologische Prozesse am Gewässergrund

Am Boden eines jeden Gewässers und damit auch Gartenteichs lagern sich im Laufe der Zeit Sedimente ab, das Gewässer verlandet. Was passiert eigentlich in diesem Teichschlamm, vor allem dann, wenn er nährstoffreich ist ? Die biologischen und chemischen Vorgänge sind in dem Schaubild zusammengefaßt dargestellt.

Als erstes nimmt bei einem ruhenden Wasserkörper der Sauerstoffgehalt mit zunehmender Tiefe ab. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die am Gewässerboden ablaufenden Prozesse.

Unter diesen Bedingungen funktioniert der Gewässergrund als Nährstoffalle. Phosphor- und Stickstoffprodukte werden eingefangen und im Boden eingelagert. Dies ist prinzipiell sinnvoll, da das Gewässer damit sozusagen sich selbst Nährstoffe entzieht.

Im zweiten werden verschiedene Metallionen, die als Spurenelemente für Pflanzen beispielsweise wichtig sind, freigesetzt. Dies ist ebenfalls grundsätzlich positiv zu bewerten.

Jedoch gibt es einen Prozess, der sehr negativ ist. Unter Sauerstoffabschluß siedeln sich sulfatatmende Bakterien an, die als Abfallprodukt Schwefelwasserstoff produzieren. Dieses Gas ist für im Wasser lebende Organismen giftig.

© 21.07.2013 JBL GmbH & Co. KG