Aquarienprobleme

Haben Sie Algenprobleme oder Ihre Aquarienpflanzen wachsen nicht gut? Ist das Wasser trübe oder Ihre Fische sind krank? Entsprechen Ihre Wasserwerte nicht Ihren Vorstellungen?

Unser Expertenteam hat Probleme eingehend analysiert und bietet Ihnen Aquaristik-Problemlösungen an, die wirklich funktionieren.

Wassertrübungen & Wasserfärbungen

Es treten meist 2 Arten von Trübungen auf: Grünliche Wassertrübungen und weißliche Wassertrübungen. Dazu gibt es noch Farbstiche, die das Wasser bräunlich oder gelblich aussehen lassen.

Hier haben wir folgende Ratschläge für Sie:

Weißliche Wassertrübungen

Meistens werden sie durch Bakterien/Mikroorganismen verursacht und verschwinden nach 1 – 2 Tagen von alleine wieder. Falls nicht, hilft der Einsatz eines UV-C Wasserklärers (JBL AquaCristal UV-C). Die Stärke (Watt-Zahl) des UV-C Wasserklärers hängt von der Literzahl des Aquariums ab. Funktionsweise: Das Wasser fließt relativ langsam im UV-C Wasserklärer an keimtötender UV-C Strahlung entlang. Diese tötet Keime und Bakterien sowie Schwebealgen ab. Ihre weißliche Trübung wird innerhalb von 1 – 3 Tagen vollständig verschwinden!

Grünliche Wassertrübungen

Sie entstehen durch Schwebealgen, die das Wasser grün aussehen lassen. Tritt häufiger in Teichen als Aquarien auf. Im Aquarium hilft ein Algenmittel (JBL Algol) oder der Einsatz von UV-C Wasserklärern (JBL AquaCristal UV-C). Die Stärke (Watt-Zahl) des UV-C Wasserklärers hängt von der Literzahl des Aquariums ab. Funktionsweise: Das Wasser fließt relativ langsam im UV-C Wasserklärer an keimtötender UV-C Strahlung entlang. Diese tötet Schwebealgen ab.

Gelbliche Färbung

Eine Färbung entsteht meistens durch Medikamente (z. B. blaue Färbung) oder durch phenolische Substanzen, die bei verschiedenen Abbauwegen entstehen (gelbliche Färbung). Am schnellsten hilft der Einsatz von Aktivkohle (JBL CarboMec) im Filtersystem. Aktivkohle bindet Farbstoffe und kann so klares Wasser ohne Farbstich schaffen.

Bräunliche Färbung

Eine bräunliche Färbung entsteht oft durch Huminsäuren, die z. B. aus Torf oder Holz herausgelöst werden. Sollte der Einsatz von Aktivkohle (JBL CarboMec) NICHT helfen, muss man entweder mit dem Braunstich leben (er hat keine schädliche Wirkung!) oder das Holzstück entfernen bzw. es mit einem anderen Holzstück versuchen. Harte Hölzer (Opuwa, Mopani) verursachen oft eine geringere bis keine Färbung im Vergleich zu weicheren Holzsorten wie Mangroven oder Moorkienholz.

Aquarienpflanzen-Probleme

Bei Aquarienpflanzenproblemen lohnt es sich, systematisch vorzugehen. Pflanzen benötigen zum Wachstum Licht, Kohlendioxid (CO2), Mineralien/Spurenelemente wie z. B. Eisen (Fe) sowie Stickstoff in Form von Ammonium oder Nitrat und außerdem Phosphat.

Gehen wir diese lebensnotwendigen Komponenten chronologisch durch, werden Pflanzenwuchsprobleme mit Sicherheit gelöst. Jeder Aquarianer sollte wissen, dass für den Pflanzenwuchs ein biologisches Gesetz gilt, dass Herr Justus von Liebig bereits 1828 beschrieb: Es besagt, dass das Wachstum von Pflanzen durch die im Verhältnis knappste Ressource (Nährstoffe, Wasser, Licht etc.) eingeschränkt wird. Diese Ressource wird auch als Minimumfaktor bezeichnet. Bei Vorliegen eines solchen Mangelfaktors hat es keinen Einfluss auf das Wachstum, wenn eine Ressource hinzugegeben wird, die bereits im benötigten Umfang vorhanden ist. Das Minimumgesetz ist u. a. eine wichtige Grundlage bei der Düngung (Beispiel: Der Pflanze fehlt CO2. Sie kann durch diesen Mangel nicht ausreichend wachsen, selbst wenn jetzt Dünger und Licht in großen Mengen geliefert wird).

Mit diesem Online-Rechner können Sie die ideale Düngeversorgung Ihres Aquariums berechnen: ProScape Düngerrechner

Bitte vergessen Sie außerdem nicht zu prüfen, ob sich pflanzenfressende Fische oder Wirbellose im Aquarium befinden. Die beliebten Antennenwelse (Ancistrus) sind nicht nur Algen-, sondern auch Pflanzenfresser!

Licht

Pflanzen besitzen Blattgrün mit dessen Hilfe Lichtenergie für die Nahrungsproduktion genutzt wird. Das Blattgrün (Chlorophyll) nutzt dabei das gesamte sichtbare Lichtspektrum, wie wir es vom Regenbogen kennen. UV- Strahlung sowie infrarotes Licht wird für diesen Prozess nicht genutzt. Mit diesem Wissen ist es verständlich, dass Pflanzen durchaus auch „Glühlampenlicht“ nutzen können, aber mehr Energie produzieren können, wenn das Licht alle Farben des Spektrums liefern würde statt das typische Licht der Glühlampen. Auch Leuchtstoffröhren für Wohnräume, die oft deutlich preiswerter sind als Röhren für Aquarien, liefern verwendbares Licht. Aber auch hier ist es so, dass das Lichtspektrum einen hellen Raum erzeugen soll und eben nicht für das Blattgrün der Pflanzen entwickelt wurde. JBL hat Leuchtstoffröhren mit einem Vollspektrum im Programm (JBL SOLAR Röhren), die das volle Lichtspektrum des Sonnenlichtes bieten und von Spezialisten als beste Beleuchtung für Aquarien gelobt sowie von Forschungseinrichtungen wie dem IFM Geomar in Kiel für Sonnenlichtsimulation ausgewählt wurden.

Neben der Lichtqualität spielt auch die Lichtmenge eine Rolle. Hellgrüne und rötliche Pflanzen benötigen mehr Licht als dunkelgrüne Pflanzen. Mit dieser Faustregel wird die Pflanzenwahl für das eigene Aquarium etwas erleichtert. Im DATZ-Atlas Aquarienpflanzen von Christel Kasselmann finden Sie eine Tabelle, die angibt, welche Pflanzen welchen Lichtbedarf besitzen.

Tageslicht ist für die Aquarien eher unerwünscht, obwohl es eigentlich das perfekte Licht bieten würde. Dies liegt daran, dass im Aquarium Nährstoffe im Überschuss vorliegen und dann die große Lichtmenge vom Tageslicht zu einer Algenvermehrung beitragen würde. Tageslicht weist etwa 100.000 Lux Lichtmenge auf, während hingegen eine T8 Leuchtstoffröhre nur etwa 700 Lux abgibt. Ein guter Reflektor verdoppelt die Lichtausbeute und T5 Röhren produzieren etwa die doppelte Lichtmenge wie T8 Röhren!

Dennoch sollten wir im Auge behalten, dass die Aquarien meistens unterbeleuchtet sind und wir, wenn möglich, lieber eine Abdeckung mit möglichst vielen Röhren wählen sollten. Physikalisch interessant ist noch, dass die Lichtmenge von 2 Röhren à 15 Watt rechnerisch zwar 30 Watt ergibt, aber trotzdem nicht die gleiche Lichtmenge am Boden des Aquariums ankommt wie bei einer Röhre mit 30 Watt!

Empfehlungen

  • Verwenden Sie nur Vollspektrumröhren wie z. B. die JBL SOLAR Tropic oder Natur.
  • Wenn möglich lieber 2 Röhren statt einer Röhre.
  • Röhrenkombinationen: „Pflanzenröhren“ wie die JBL SOLAR Tropic kommen über die Pflanzen (also meistens hinten). Helle Röhren (z. B. JBL SOLAR Natur) nach vorne über die Fische. Bunte Röhren wie die JBL SOLAR Color zeigen zwar die Farben der Fische schöner, fördern aber bei Anwesenheit hoher Nährstoffkonzentrationen (Phosphate und Nitrate) den Algenwuchs.
  • T5 Röhren liefern mehr Lichtausbeute als T8 Röhren. Daher ist T5 Röhren gegenüber T8 Röhren der Vorzug zu geben. Die Röhren können nicht einfach gegeneinander ausgetauscht werden! T5 und T8 Röhren besitzen komplett unterschiedliche Elektronik und brauchen jeweils eigene Vorschaltgeräte und Fassungen!!!

Kohlendioxid (CO2)

CO2 ist DAS Grundnahrungsmittel der Pflanzen und oft der limitierende Faktor des Pflanzenwuchses im Aquarium. CO2 entsteht auch auf natürliche Weise im Aquarium z. B. durch Atmungsprozesse (Sauerstoff ein- und CO2 ausatmen). Dennoch reicht die CO2 Menge für einen kräftigen Pflanzenwuchs nicht aus und sollte mit Hilfe einer CO2 Düngeanlage (z. B. JBL ProFlora bio80, JBL ProFlora u401 oder JBL ProFlora m601) zudosiert werden. Viele Pflanzenarten, ganz besonders rötliche Pflanzen, benötigen eine hohe CO2 Konzentration im Wasser um zu wachsen. Ohne eine CO2 Düngung können sie nicht erfolgreich gepflegt werden.

Empfehlung:

Verringern Sie die Wasseroberflächenbewegung im Aquarium, um nicht zuviel CO2 wieder auszutreiben. Sprudelsteine sind absolute CO2-Killer. Schließen Sie auch bei kleinen Aquarien eine CO2 Anlage wie die preisgünstige JBL ProFlora bio80 an und Sie werden sehen, um wie viel besser Ihre Pflanzen wachsen! Für größere Aquarien rentieren sich CO2 Anlagen mit wieder befüllbaren CO2-Druckgasflaschen wie JBL ProFlora m601. Wer keine Füllstation in der Nähe hat, kann auch das Einwegsystem wie JBL ProFlora u401 wählen.

Mineralien-Düngung und Spurenelemente-Düngung

Die meisten verstehen unter Pflanzendüngung das Zugeben eines Flüssigdüngers, wie man es von Topfpflanzen auf der Fensterbank kennt.

Die Düngung der Aquarienpflanzen unterscheidet sich jedoch in 3 wesentlichen Punkten:

  • Der Stickstoff (N) kommt aus dem Wasser durch z. B. Ausscheidungen der Fische und muss nicht mit dem Dünger zugegeben werden. Eine zusätzliche Stickstoffdüngung ist nur in reinen Pflanzen- oder Wirbellosenaquarien sinnvoll.
  • Landpflanzen ziehen sich das CO2 aus der Luft, wo es unbegrenzt zur Verfügung steht. Für unsere Wasserpflanzen müssen wir eine CO2-Düngeanlage einsetzen.
  • Landpflanzen müssen Phosphor mit dem Dünger erhalten. Wasserpflanzen steht Phosphat im Wasser im Übermaß zur Verfügung und darf deshalb auch nur in reinen Pflanzen- und Wirbellosenaquarien zugegeben werden (JBL NanoFerropol24 Moos).
  • Wasserpflanzen nehmen ihre Nährstoffe über ihre Blätter und, artenabhängig, auch über die Wurzeln auf. Deshalb ist ein Bodendünger (JBL AquaBasis plus, JBL Die 7 Kugeln, JBL Florapol) für Aquarienpflanzen sehr hilfreich. Eine Bodenheizung wie die JBL ProTemp b hilft, durch eine Wärmezirkulation im Boden, die Nährstoffe gleichmäßig an die Pflanzenwurzeln „zu spülen“.

Aber auch die Nährstoffe aus dem Bodendünger sind nach einigen Wochen verbraucht und müssen, wie bei einer aufladbaren Batterie, wieder aufgefüllt werden. Dafür gibt es den flüssigen Basisdünger JBL Ferropol, der die meisten wichtigen Spurenelemente für perfekten Pflanzenwuchs enthält. Leider sind einige wichtige Spurenelemente sehr anfällig für eine Reaktion mit Sauerstoff (wie z. B. das Rosten von Eisen) und können deshalb nicht auf „Vorrat“ alle zwei Wochen gedüngt werden. Daher hat JBL einen Tagesdünger (JBL Ferropol 24) entwickelt, der täglich die empfindlichen Spurenelemente zugibt.

Das sollten Sie jetzt tun:

Bei Neueinrichtung hilft ein Langzeit-Nährboden wie JBL AquaBasis plus und ein pflanzenfreundlicher Bodengrund wie JBL Manado für vitalen Pflanzenwuchs. Im Zweiwochenrhythmus sollte mit JBL Ferropol der Basisdünger zugegeben werden, der täglich mit dem Tagesdünger JBL Ferropol 24 ergänzt wird. Mit dem JBL Eisen Test-Set Fe kann übrigens der Düngegehalt im Wasser perfekt überprüft werden.

Resümee:

Pflanzenwuchs ist definitiv keine Hexerei! Wer die genannten Punkte in seinem Aquarium überprüft und korrigiert, wird mit vitalem Pflanzenwuchs belohnt.

Spezielle Problemlösungen

Eine bräunliche Färbung entsteht oft durch Huminsäuren, die z. B. aus Torf oder Holz herausgelöst werden. Sollte der Einsatz von Aktivkohle (JBL CarboMec) NICHT helfen, muss man entweder mit dem Braunstich leben (er hat keine schädliche Wirkung!) oder das Holzstück entfernen bzw. es mit einem anderen Holzstück versuchen.

  • Eisenmangel (Chlorose)


    Eisenmangel führt zu hellgrünen, gelblichen, glasigen oder blassen Blättern. Der Sollwert für den Eisengehalt (FeTest-Set) beträgt 0,05 – 0,2 mg/l. Zum Anheben des Eisengehaltes ist JBL Ferropol am besten geeignet. Sollten Sie bereits einen Dünger verwenden und der Eisentest zeigt dennoch keine ausreichenden Werte an, kann es folgende Ursachen haben: Ihr Dünger enthält zwar Eisen, jedoch in einer Form (Fe2+) die vom Sauerstoff im Wasser aufoxidiert wird (mit dem Sauerstoff reagiert) und so für die Pflanzen unbrauchbar macht oder Ihr Dünger enthält kein Eisen.

  • Manganmangel


    Ungenügende Manganversorgung durch ungeeigneten Dünger führt zu gelblichen Blättern, bei denen, anders als bei der Chlorose, nur die Blattnerven grün bleiben und hervortreten (Christbaumkrankheit). Abhilfe schafft JBL Ferropol, das neben Eisen auch viele weitere Spurenelemente wie Mangan enthält.

  • Lichtmangel


    Bei Lichtmangel bilden viele Pflanzen kranke Wuchsformen. Sie vergeilen (lange Stängel mit großen Blattabständen), verlieren die unteren Blätter oder kümmern. Erst bei dem richtigen und genügenden Licht (JBL SOLAR Vollspektrumröhren) wird die natürliche Wuchsform ausgebildet.

  • CO2-Mangel


    Bei CO2-Mangel holen sich Pflanzen (auch Algen) gebundenes CO2 aus der Karbonathärte, die dabei zerstört wird und sinkt. Dieser Vorgang wird biogene Entkalkung genannt und ist am Sinken der KH sowie an weißlichem Niederschlag an Pflanzenblättern (oft an den Rändern) sichtbar.

  • Cryptocorynenfäule


    Entsteht oft durch Veränderungen der Pflegebedingungen und Umsetzen. Abhilfe schafft nur eine konstante Pflegebedingung und Senkung des Nitratwertes unter 50 mg/l.

  • Nitratmenge (NO3-Gehalt)


    Nitratmengen über 50 mg/l führen bei vielen Pflanzen zu Wachstumshemmung, obwohl Nitrat in geringen Konzentrationen als Nährstoff fungiert. Kann auch zu Cryptocorynenfäule führen. Abhilfe: Teilwasserwechsel und JBL BioNitrat EX. Gute Nitratverzehrer sind z. B. Cabomba, Hygrophila und Limnophila-Arten.

  • Spurenelementemangel


    Achtung! Aktivkohle entfernt nicht nur Medikamentenreste und Wasserverfärbungen, sondern auch Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Daher gehört Aktivkohle nur im Sonderfall in den Filter!

  • Löcher in den Blättern, gitterartige Blätter


    Meist durch Fraß verursacht. Fisch und Wirbellosenbestand auf Pflanzenfresser überprüfen.

  • Extreme und schwankende Wasserwerte


    Sowohl extreme Temperaturen (< 18 °C oder > 29 °C) als auch extreme pH-Werte (< 6,5 oder > 8,0) sowie Härtegrade (KH < 4° dKH oder > 10 ° dKH) behindern den Pflanzenwuchs. Abhilfe und Korrektur der Wasserwerte siehe JBL Online-Labor.

  • Einsatz von Algenmitteln


    Gerade „harte“ Algenmittel behindern den Pflanzenwuchs erheblich und können sogar zum Absterben der Pflanzen führen, die ja eng mit den Algen verwandt sind.

    Abhilfe: Bei Algenproblemen auf JBL Algol umsteigen.

  • Pflanzen werden nach einiger Zeit matschig und zerfallen


    Einige beliebte Aquarienpflanzen sind eigentlich keine Unterwasserpflanzen, sondern Sumpfpflanzen, die eine gewisse Zeit unter Wasser aushalten – aber nicht über lange Zeit! Viele Wasserpflanzen (z. B. Amazonas-Schwertpflanzen) werden emers (über Wasser) kultiviert und verlieren bei der Umstellung auf submerses (unter Wasser) Wachstum erst einmal ihre Überwasserblätter. Hier hilft nur etwas Geduld und der Kauf reiner Unterwasserpflanzen.

  • Abfaulen und keine Blätter im unteren Bereich


    Platzbedarf und Einpflanzung überprüfen! Stängelpflanzen wie Vallisnerien oder Cabomba werden oft falsch eingepflanzt. Das Blei muss entfernt werden, bevor sie einzeln mit etwas Abstand zueinander eingepflanzt werden. Auch Topfpflanzen müssen aus ihren Töpfen befreit werden.

Aquarien-Wassertests

Haben Sie Ihr Aquariumwasser getestet und die Ergebnisse sind nicht optimal ausgefallen? Aquarien-Wassertests sind der Schlüssel zu funktionierenden Aquarien! Hier geht es zur kostenlosen Sofortanalyse Ihrer Wassertestergebnisse: Wasseranalyse Online-Labor

Oder möchten Sie ausführliche Informationen zu den einzelnen Aquarien-Wasserwerten? Dann geht es hier weiter.

Wasserhärte

Die Wasserhärte wird unterteilt in Gesamthärte (GH) und Karbonathärte (KH). Die korrekte wissenschaftliche Definition beider Werte hilft dem Laien nicht richtig weiter: Die GH ist die Summe aller Erdalkalimetalle (z. B. Kalzium- und Magnesium-Ionen) im Wasser und unter KH versteht man die Summe aller Karbonate und Hydrogenkarbonate.

Alles klar? Vereinfacht ausgedrückt ist die Gesamthärte ein Maß für einen bestimmten Mineraliengehalt im Wasser und die Karbonathärte zeigt an, wie pH-stabil das Wasser ist. Für die meisten Aquarianer und Teichbesitzer ist die KH der wichtigere Wert, weil die KH den pH-Wert (Säuregehalt des Wassers) stabilisiert. Ist die KH zu niedrig (unter 4 ° dKH) schwankt der pH-Wert stark und kann sowohl nach unten abrutschen (pH-/Säuresturz), als auch nach oben auswandern. Beides kann tödlich für die Organismen sein und daher ist es unumgänglich, die KH zu prüfen (JBL KH-Test Set) und zu stabilisieren (JBL AquaDur). Normalerweise liegt die GH höher als die KH.

In einigen tropischen Gewässern, so auch im Malawi- und Tanganjikasee, sind die Verhältnisse umgedreht: Die KH liegt über der GH. Wie kommt das? Hier sind Sodaquellen verantwortlich für einen hohen Anteil an Natriumbikarbonaten, die zwar die KH erhöhen, aber nicht zur GH gerechnet werden. Um diese Situation im Aquarium zu kopieren, hat JBL AquaDur Malawi-Tanganjika geschaffen. Mit diesem Spezialsalz kann die natürliche Wasserzusammensetzung kopiert werden.

Wasserhärte erhöhen: Warum erhöhen? Einige Tiere fühlen sich in sehr weichem Wasser (geringe Härte) nicht wohl. Falls Sie nur Leitungswasser mit geringer Härte zur Verfügung haben, kann eine Erhöhung artgerecht sein. Liegt Ihre Karbonathärte unter 4, steht Ihnen ein sehr weiches Wasser zur Verfügung, das das Risiko von pH-Schwankungen birgt. Hier ist eine Erhöhung der KH dringend angeraten.

Erhöhung der Gesamthärte (GH): Kochsalz hilft nicht! Kochsalz enthält nur Natrium (Na) und Chlorid (Cl). Beide Stoffe gehören nicht zur GH. Es ist normalerweise nie nötig, nur die GH (ohne gleichzeitig auch die KH) zu erhöhen. Um GH und KH in gleichem Maße zu erhöhen, eignet sich JBL AquaDur, ein Spezialsalz.

Erhöhung der Karbonathärte (KH): Auch hier hilft kein Kochsalz. Ein Zusatz von Natriumbicarbonat erhöht die KH, nicht aber die GH. Mit JBL AquaDur wird GH und KH gleichzeitig in gleichem Maße erhöht. Mit JBL AquaDur Malawi- Tanganjika wird die KH stärker erhöht als die GH. Durch biologische Prozesse kann die Karbonathärte in Aquarien komplett verbraucht werden! Dies liegt daran, dass Wasserpflanzen (also auch Algen!) sich das lebensnotwendige CO2 aus der KH herauslösen, wenn nicht genügend freies CO2 im Wasser vorhanden ist. Die Folge ist eine drastische Abnahme der KH. Dieser Vorgang wird biogene Entkalkung genannt. Kalkhaltige Materialien (Korallensand, Muschelschalen, Marmor, Korallenskelette usw.) erhöhen die Härte nur dann, wenn der pH-Wert des Wassers unter 7 liegt. Nur dann liegt genug Säure vor, um diese Materialien im Wasser zu lösen. Bei alkalischen pH-Werten (über 7,0) passiert nichts.

Wasserhärte verringern: Warum verringern? Viele Aquarienbewohner kommen aus Weichwassergebieten wie dem Amazonas oder Rio Negro. Für eine artgerechte Haltung ist eine Verringerung der Härte empfehlenswert. Aber: Statt an den Wasserwerten alle paar Tage herumzumanipulieren, ist ein regelmäßiger Teilwasserwechsel oft wesentlich sinnvoller! Auch viele Wasserpflanzen stammen eher aus weichem als aus hartem Wasser. Gartenteiche weisen eher ein zu weiches Wasser auf, weil der Mineraliengehalt durch das Regenwasser verdünnt wurde. Verringerung der Härte: In Regionen mit hartem Leitungswasser kann für eine artgerechte Haltung von Wirbellosen, Fischen und Pflanzen eine Verringerung der Wasserhärte sehr sinnvoll sein. Mit einer Umkehr-Osmoseanlage (JBL Osmose 120) ist eine solche Enthärtung sehr einfach. Das Gerät wird an den Wasserhahn angeschlossen und filtert dann 95 % aller Härtebildner (und auch Schadstoffe) aus dem Leitungswasser heraus. Die Zugabe von pH-senkenden Mitteln (z. B. JBL pH-Minus) führt zu einer Verringerung der KH, ist aber mit Vorsicht zu genießen. Die Zugabe eines pH-Senkers darf nur sehr vorsichtig in ganz kleinen Schritten, die permanent mit KH- und pH-Test überwacht werden, durchgeführt werden. Bei einer KH unter 4 sollte auf diese Methode verzichtet werden! Ein Wasserwechsel nützt natürlich nur dann etwas, wenn das Leitungswasser eine geringere Härte als das Aquariumwasser besitzt.

Stickstoffverbindungen (Ammonium, Nitrit, Nitrat)

Im Aquarium werden Stickstoffverbindungen produziert, die in bestimmten Mengen zu Problemen oder auch zum Tod der Tiere führen können. Daher müssen Ammonium (NH4) / Ammoniak (NH3), Nitrit (NO2) sowie Nitrat (NO3) regelmäßig gemessen werden. Dafür stehen einfach zu bedienende und sehr genaue Wassertests (JBL Test-Sets) oder auch komplette Testkoffer (JBL TestLab) zur Verfügung. Oft wird vom sogenannten Stickstoffkreislauf gesprochen, in dem die genannten Stoffe zum jeweils nächsten abgebaut werden. Diese Abbauprozesse finden hauptsächlich im Filtersystem (und Bodengrund) statt. Dort wird Eiweiß (Protein) durch Bakterien zu Ammonium (oder bei pH-Werten über 6,0 auch zu giftigem Ammoniak) abgebaut. Dies wird dann ebenfalls bakteriell zu giftigem Nitrit, und das wiederum zu ungiftigem, aber algenförderndem Nitrat umgesetzt.

In neuen Aquarien sind noch nicht genügend Bakterien für diese Abbauprozesse vorhanden. Daher sollte mit Bakterienstartern nachgeholfen werden (JBL Denitrol, JBL Filterstart, JBL FilterBoost). Eine Wartezeit vor dem Einsetzen der Tiere hilft nur bedingt, weil sich die vorhandenen Bakterien nur bei einem Nährstoffangebot ausreichend vermehren.

Ammonium (NH4) / Ammoniak (NH3): Gilt als erstes Glied in der Kette des Stickstoffabbaus. Ammonium wird direkt über die Kiemen der Fische ausgeschieden oder bakteriell aus Eiweißen umgesetzt. Ammonium (NH4) ist ungiftig, aber erhöhte Konzentrationen im Wasser behindern das „Ab-Atmen“ des Ammoniums aus den Kiemen der Fische. Bei pH-Werten über 6,0 wird ein Teil des ungiftigen Ammoniums zu giftigem Ammoniak umgewandelt (siehe Tabelle XX). Normalerweise wird das gebildete Ammonium von Bakterien recht schnell über Nitrit zu Nitrat weiterverarbeitet. Ist im Wasser Ammonium nachweisbar, deutet dies auf einen gestörten bakteriellen Abbauprozess hin. Die dafür nötigen Bakterien sind entweder noch nicht ausreichend vorhanden (neues Aquarium) oder wurden beeinträchtigt (Medikamente, Salzzugabe, UV-C Wasserklärer).

Senken des Ammonium- / Ammoniakgehaltes: Bei Ammoniakvergiftungen (Fische schießen hin- und her, japsen an der Oberfläche) ist eine sofortige Senkung des pH-Wertes eine mögliche Erste-Hilfe-Maßnahme, da sich das giftige Ammoniak dann sofort wieder in ungiftiges Ammonium umwandelt. Danach müssen jedoch weitere Schritte unternommen werden, um das Problem in den Griff zu bekommen. Dazu gehören Wasserwechsel und das Zugeben vom Bakterienstarter (JBL Denitrol, JBL Filterstart, JBL FilterBoost. Außerdem hat JBL ein Filtermaterial im Programm, das Ammonium direkt aufnimmt und so aus dem Wasser entfernt (JBL AmmoEX). Erhöhung des Ammonium- / Ammoniakgehaltes: Ist nie erforderlich und unsinnig.

Nitrit (NO2): Ebenso wirkt Ammoniak wie Nitrit hochgiftig. Es blockiert den Sauerstofftransport im Blut (auch beim Menschen) und führt zu einer inneren Erstickung. Im Aquarium sollte es mit dem JBL Nitrit-Test nie nachweisbar sein, weil es im Normalfall von Bakterien sofort nach seiner Bildung zu ungiftigem Nitrat weiter abgebaut wird. Der Nachweis von Nitrit weist entweder auf eine gestörte bakterielle Aktivität hin oder es zeigt an, dass die Bakterien mit der anfallenden Schadstoffmenge überfordert sind.

Daraus ist abzuleiten, dass die Pflege überprüft werden muss: Wird zu viel gefüttert? Wird zu wenig Wasser gewechselt? Wurden antibakterielle Heilmittel zugegeben? Wurde Salz zugegeben (Salz tötet Bakterien)? Sonderfall: In neu eingerichteten Aquarien kommt es zum Nitritanstieg, weil die Bakterien sich noch nicht richtig entwickelt haben. Hier hilft ein guter Bakterienstarter (JBL Denitrol, JBL FilterStart) und ein sukzessives Einsetzen der Bewohner. Nie alle neuen Fische auf einmal, sondern zeitversetzt das Aquarium nach und nach besetzen. So stellen sich Bakterien auf die zunehmende Schadstoffmenge ein. Beim Einsatz von JBL BioNitrat EX wird Nitrat über die Zwischenstufe Nitrit abgebaut. Wer zu viel JBL BioNitrat EX auf einmal einsetzt, könnte eine kurzzeitige Nitriterhöhung feststellen.

Senken des Nitritgehaltes: Sofortiger Teilwasserwechsel (50 %), weniger Füttern, regelmäßiger Teilwasserwechsel (30 % alle 14 Tage), regelmäßiges Absaugen des Bodengrundes mittels Mulmglocke (JBL AquaEX, JBL Aqua In-Out), Zugabe von Bakterien (JBL Denitrol, JBL FilterStart). Erhöhung des Nitritgehaltes: Ist nie erforderlich und wäre gefährlich.

Nitrat (NO3): Nitrat entsteht beim Stickstoffabbau unter aeroben (sauerstoffreichen) Bedingungen durch Nitrobacter Bakterien aus Nitrit und wird unter anaeroben (sauerstofflosen) Bedingungen zu Stickstoffgas (N2), Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) abgebaut. Nitrat selbst ist zwar im Gegensatz zu Nitrit ungiftig, hemmt jedoch das Fischwachstum (besonders bei Jungfischen) und auch viele Pflanzenarten werden im Wachstum durch hohe Nitratwerte eingeschränkt. Das Hauptproblem mit Nitrat ist dessen algenfördernde Eigenschaft. Daher sollten Nitratwerte nie die empfohlenen Werte (50 mg/l) überschreiten.

Senken des Nitratwertes: Ein regelmäßiger Wasserwechsel verhindert hohe Nitratwerte, wenn das Leitungswasser nicht schon zu viel Nitrat enthält. Daher unbedingt die Leitungswasserwerte überprüfen. Mit Hilfe einer JBL Umkehrosmoseanlage (JBL Osmose 120) kann dem Leitungswasser bis zu 50 % des Nitrates entzogen werden. Durch den Einsatz von JBL Nitrat EX kann sowohl Leitungswasser als auch Aquarienwasser vom Nitrat befreit werden. JBL Nitrat EX enthält Kunstharze, die dem durchfließenden Wasser Nitrat entziehen. Nach Erschöpfung der Austauscherkapazität kann es mit Kochsalz einfach und schnell regeneriert werden. Für den Langzeiteinsatz in Filtern wurde JBL BioNitrat EX entwickelt. Dieses Spezialfiltermaterial enthält ein Substrat, welches von nitratabbauenden Bakterien besiedelt wird. Es ist von Spezialnetzbeuteln umschlossen, die den Wasserdurchfluss verringern, so dass der Sauerstoffgehalt innerhalb der Beutel herabgesetzt wird. Nun müssen die auf dem Kohlenstoff enthaltenden Substrat lebenden Bakterien das Nitrat spalten, um an den darin enthaltenen Sauerstoff zu gelangen. So wird langfristig (ca. ½ Jahr) auf biologische Weise, ohne Nebenwirkungen, Nitrat aus dem Wasser entfernt.

Wer nicht nur Nitrat, sondern gleichzeitig auch Nitrit und Phosphat entfernen möchte, findet in JBL ClearMec plus das richtige Filtermaterial. Erhöhung des Nitratwertes: In den meisten Aquarien ist eine Erhöhung des Nitratwertes unsinnig. Nur in einem Sonderfall sollte Stickstoff zugegeben werden: Bei reinen Pflanzenaquarien und in Garnelenaquarien, in denen kaum gefüttert wird, kann es für die Pflanzen zum Stickstoffmangel kommen. Für diese Fälle hat JBL einen Spezialdünger im Programm (JBL NanoFerropol24 Moos), der neben Stickstoff auch Phosphor und Kalium enthält.

Phosphat

Phosphat (PO4): Phosphate und Nitrate (NO3) sind in erster Linie Pflanzendünger, wirken aber somit leider auch wuchsfördernd auf Algen. In Aquarien mit normalem bis hohem Fischbesatz sind sie aber oft in so hoher Konzentration vorhanden, dass sie im Übermaß vorliegen und dann das Algenwachstum fördern. Nur in Aquarien ohne oder sehr geringem Fischbesatz (z. B. Aquascaping) liegen Nitrate und Phosphate im Mangel vor und müssen zugegeben werden (JBL ProScape NPK-Dünger). Praktisch jedes Fischfutter enthält Phosphat, welches für den Knochenbau der Fische auch notwendig ist. Viele Fischfutter enthalten jedoch zuviel Phosphat, weil sie unter Verwendung von preisgünstigem Fischmehl hergestellt werden. JBL verzichtet auf die Verwendung von Fischmehl und verarbeitet stattdessen hochwertige Proteine aus Fischfilets, denen dann die ausgewogene Mineralienmenge (Aschegehalt) für gesundes Fischwachstum zugesetzt wird. Wichtig für Aquarianer ist es, die Futtermenge richtig zu wählen, um Überfütterung und die daraus resultierende Phosphatbelastung zu vermeiden.

Vorsicht bei Frostfutter! Die meisten Frostfutter sind regelrechte Phosphatbomben!!! Abgestorbene Pflanzenteile und Algen setzen die, während ihres Wachstums gebundene Phosphatmenge nach ihrem Absterben wieder frei und sollten deshalb entfernt werden. Wasserpflanzendünger, Filtermaterialien und Wasserzusätze wie Torfextrakte dürfen auf keinen Fall Phosphat enthalten. Bitte prüfen Sie die von Ihnen verwendeten Produkte. JBL Produkte sind garantiert phosphatfrei. Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist sicherlich eine der besten Maßnahmen gegen hohe Phosphatwerte, wenn das Leitungswasser phosphatfrei ist.

Bitte prüfen Sie Ihr Leitungswasser vor der Verwendung. Phosphate reagieren recht schnell mit Mineralien im Wasser und fallen aus (sedimentieren). So ist es sinnvoll, regelmäßig eine Mulmglocke (Bodenreiniger) beim Teilwasserwechsel zu verwenden und auch den Filter zu reinigen, weil sich hier im Filterschlamm große Phosphatmengen befinden.

Senken des Phosphatwertes: Neben den bereits erwähnten Maßnahmen kann Phosphat einfach, schnell und sicher mit dem Spezialfiltermaterial JBL PhosEX ultra entfernt werden. Wenn nicht nur gezielt Phosphat, sondern auch Nitrit und Nitrat entfernt werden sollen, empfehlen wir das Spezialfiltermaterial JBL ClearMec plus.

Erhöhung des Phosphatwertes: In den meisten Aquarien und in allen Teichen ist eine Erhöhung des Phosphatwertes unsinnig. Nur in einem Sonderfall sollte Phosphor zugegeben werden: Bei reinen Pflanzenaquarien und in Garnelenaquarien, in denen kaum gefüttert wird, kann es für die Pflanzen zum Phosphatmangel kommen. Für diese Fälle hat JBL Spezialdünger im Programm (JBL ProScape NPK Macroelements, JBL ProScape P Macroelements, JBL NanoFerropol 24 Moos).

Salzgehalt

Der Begriff Salzgehalt ist sowohl für Süß- als auch für Meerwasser relevant. Im Meerwasser ist der Salzgehalt einfach mit einem Aräometer oder einem Refraktometer messbar. Die Messung mittels Leitwertmessgerät ist nicht zuverlässig, weil die Zusammensetzung des Salzes einen Einfluss auf die Leitfähigkeit besitzt.

Der Salzgehalt der Ozeane ist durchaus unterschiedlich (z. B. Rotes Meer höher als Pazifik) und für die Haltung der Tiere wichtig. Im Süßwasser wird Salz oft therapeutisch hinzugefügt, um gegen Bakterien oder Parasiten zu wirken. Hier wird der Salzgehalt über die Dosierung eingestellt. Übrigens sollte im Süßwasser die Salzzugabe schnellstmöglich wieder eingestellt werden, da weder die nützlichen Filterbakterien noch die Wasserpflanzen Salzzugaben vertragen.

Viele Aquarianer messen die Leitfähigkeit ihres Wassers mit Hilfe eines Leitwertmessgerätes (Anzeige in µS/cm oder mS/cm). So kann geprüft werden, ob sich der Leitwert zum Ausgangswasser verändert hat. Besitzt z. B. das Leitungswasser eine Leitfähigkeit von 500 µS/cm und das Aquarienwasser eine höhere Leitfähigkeit von z. B. 900 µS/cm, zeigt dieser erhöhte Wert entweder eine direkte Salzzugabe oder eine Anreicherung mit Schadstoffen an. So kann die Leitfähigkeit ein Indikator für Wasserqualität bzw. notwendigen Wasserwechsel sein. Diskusfreunde möchten ihre Fische z. B. in weichem Wasser, also einer sehr geringen Leitfähigkeit, halten und geben ihrem verwendeten Osmosewasser dann gezielt ein Osmosesalz (JBL AquaDur) zu, bis sie den gewünschten Leitwert von z. B. 50 µS/cm erreicht haben.

Erhöhung des Salzgehaltes: Zugabe von Meersalz (im Meerwasser), JBL EktolCristal oder JBL AquaDur (im Süßwasser).

Verringerung des Salzgehaltes: Im Meerwasser durch Zugabe von Leitungs- oder Osmosewasser. Im Süßwasser durch Zugabe von Osmosewasser.

Sauerstoff

Sauerstoff ist das Lebenselixier der meisten Lebewesen im Wasser und daher sehr wichtig. Je wärmer das Wasser, desto weniger Sauerstoff kann im Wasser gelöst sein. Daher kann im heißen Sommer eine zusätzliche Belüftung des Wassers sinnvoll und notwendig sein. Bei zu geringen Sauerstoffgehalten sinkt die bakterielle Schadstoffabbauleistung und unter 2 mg/l bekommen auch Fische Sauerstoffnot.

Eine wichtige Tatsache ist, dass Pflanzen unter Lichteinfluss zwar Sauerstoff produzieren, in der Dunkelheit jedoch auch Sauerstoff verbrauchen. Daher kann es bei starkem Pflanzen-/Algenwuchs nachts sinnvoll sein das Wasser zu belüften. Unwahr ist, dass hohe Kohlendioxidgehalte gleichzeitig niedrige Sauerstoffgehalte bedingen. Beide Gase können an der Sättigungsgrenze nebeneinander vorliegen. Oft ist es jedoch so, dass bei einer Sauerstoffanreicherung über Oberflächenbewegung (Strömung, Sprudelsteine, Wasserdüsenrohre usw.) viel Kohlendioxid (CO2) ausgetrieben wird. Wenn den Pflanzen über eine CO2-Düngeanlage Kohlendioxid zugeführt wird, steigt der CO2-Gehalt im Wasser und gleichzeitig steigt der Sauerstoffgehalt, da die Pflanzen bei der Assimilation Sauerstoff produzieren.

Erhöhung des Sauerstoffgehaltes: Der Sauerstoffgehalt im Wasser ist durch eine normale Wasseroberflächenbewegung gewährleistet. Bei Aquarien, die eine überdurchschnittliche Höhe und damit eine oft geringe Oberfläche im Verhältnis zum Wasservolumen aufweisen, kann eine zusätzliche Belüftung oder stärkere Wasseroberflächenbewegung über Wasserspritzrohre u. ä. notwendig werden. Sauerstofftabletten (z. B. JBL OxyTabs) sind für eine langfristige Sauerstoffversorgung ungeeignet. In unbepflanzten Aquarien kann eine zusätzliche Sauerstoffversorgung mit Sprudelsteinen ebenfalls sinnvoll sein. Wenn Aquarien einen guten Pflanzenwuchs vorweisen sollen, ist eine Belüftung über Sprudelsteine oder starke Wasseroberflächenbewegung nicht sinnvoll, da das für den Pflanzenwuchs notwendige Kohlendioxid (CO2) wieder ausgetrieben wird.

Kalzium und Magnesium (nur im Meerwasser)

Kalzium (Ca) / Magnesium (Mg) Kalzium ist Bestandteil der Gesamthärte (GH) und kann sowohl im Meerwasser, als auch im Süßwasser gestestet werden. Wegen der sehr unterschiedlichen Mengen im Süß- und Meerwasser sind dafür verschiedene Tests notwendig. In Meerwasseraquarien kommt dem Magnesium- und Kalziumgehalt eine sehr wichtige Bedeutung für die Pflege wirbelloser Tiere und Kalkrotalgen zu. Im Süßwasser ist der Magnesiumgehalt für eine erfolgreiche Pflanzenpflege ein entscheidender Faktor.

Erhöhung von Kalzium: Im Meerwasser gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Kalziumgehalt im Wasser zu erhöhen:

1) JBL CalciuMarin: Dieses Produkt eignet sich hervorragend, den Kalziumgehalt einfach und sicher ohne großen technischen Aufwand und Kosten zu erhöhen. Eine Packung JBL CalciuMarin enthält 2 Beutel, deren Inhalt gemäß Gebrauchsanleitung an zwei möglichst weit auseinanderliegenden Stellen etwas zeitversetzt in das Aquarium gegeben wird. Es kommt dann im Aquarienwasser zu einer Reaktion der beiden Komponenten. Es reagieren Kalziumchlorid und Strontiumchlorid (Beutel 1) mit Natriumhydrogencarbonat (Beutel 2) zum gewünschten Kalziumbicarbonat, Strontiumbicarbonat und unschädlichem Natriumchlorid. Dieses Verfahren ist unter dem Namen „Ballingmethode“ in der Meerwasseraquaristik bekannt geworden.

2) Kalkreaktor: Ein Kalkreaktor ist ein Behälter, in dem sich kalkhaltiges Material befindet (Kalziumcarbonat, Korallenbruch, Marmorsplitt etc.). Das hindurchfließende Meerwasser wird mit Kohlendioxid (CO2) angereichert, wodurch der pH-Wert sinkt und das kalkhaltige Material sich langsam im Wasser löst. Dadurch werden Hydrogencarbonate (KH) und Kalzium (Ca) im Wasser gelöst, die tropfenweise dem Aquarienwasser zugeführt werden. Kalkreaktoren werden somit immer mit CO2-Anlagen betrieben. JBL bietet dafür alle notwendigen Komponenten an: CO2 Druckgasflaschen mit 500 g sowie 2 kg Inhalt, Druckminderer, Magnetventil und pH-Steuergerät.

3) Kalkwasser: Unter Kalkwasser versteht man eine gesättigte Lösung von Kalziumhydroxid (CaOH), die tropfenweise dem Aquarienwasser zugeführt wird. Sie erhöht durch den Hydroxid-Teil (-OH) den pH-Wert des Meerwassers und führt ihm Kalzium zu. Es enthält keine Karbonathärtebildner (HCO3), obschon es scheinbar eine KH von ca 12 - 15 aufweist. Diese Täuschung aller KH-Tests wird durch die OH-Ionen ausgelöst.

Der Trend in der Meerwasseraquaristik tendiert jedoch nicht mehr zum Kalkwasser, sondern zu Kalkreaktoren und professionellen Präparaten wie JBL CalciuMarin.

Magnesium (Mg): Magnesium ist Bestandteil der Gesamthärte (GH) des Wassers und kann sowohl im Meerwasser, als auch im Süßwasser gestestet werden. Wegen der sehr unterschiedlichen Mengen im Süß- und Meerwasser sind dafür verschiedene Tests notwendig. Im Meerwasseraquarien kommt dem Magnesiumgehalt eine sehr wichtige Bedeutung für die Pflege wirbelloser Tiere und speziell für den schönen Wuchs von Kalkrotalgen zu. Im Süßwasser ist der Magnesiumgehalt für eine erfolgreiche Pflanzenpflege ein entscheidender Faktor. Zu hohe Magnesiumgehalte sind nicht sinnvoll, da das Wasser nur eine beschränkte Aufnahmefähigkeit von Mineralien und Salzen besitzt. Wird diese Aufnahmekapazität von zu hohen Magnesiumgehalten besetzt, können andere wichtige Mineralien nicht in ausreichender Menge gelöst werden oder fallen aus. Erhöhung des Magnesiumgehaltes: Im Meerwasser durch Zugabe von JBL MagnesiuMarin (Flüssigpräparat), im Süßwasser mit JBL ProScape Mg Macroelements, kann jeder gewünschte Magnesiumgehalt schnell, einfach und sicher eingestellt werden.

pH-Wert

Der pH-Wert zeigt den Säure- und Basengehalt des Wassers an. Je mehr Säure das Wasser enthält (je saurer), desto niedriger ist der pH-Wert. Je weniger Säure bzw. mehr Basen das Wasser enthält (je alkalischer), desto höher ist der pH-Wert. Wenn der empfohlene pH-Wert unterschritten wird, werden den Aquarienbewohnern keine optimalen Lebensbedingungen mehr geboten und auch die bakterielle Filteraktivität nimmt stark ab bzw. kommt bei pH-Werten unter 6 praktisch zum Erliegen. Daher sollte der pH-Wert auf den angegebenen Wert angehoben werden. Beim pH-Wert handelt es sich um einen logarithmischen Wert, d. h. dass eine Verringerung von pH 8 auf pH 7 eine Verzehnfachung des Säuregehaltes und von 8 auf 6 eine Verhundertfachung des Säuregehaltes bedeutet!

Erhöhung des pH-Wertes: Bitte überprüfen Sie als erstes, ob die Karbonathärte (KH) dem empfohlenen Wert entspricht. Bevor am pH-Wert manipuliert wird (heben oder senken) muss!!! die KH auf den empfohlenen Wert gebracht werden (siehe KH-Kapitel). Meist reguliert sich der pH dann von alleine auf das gewünschte Niveau. Sollte der pH-Wert dennoch angehoben werden müssen, kann dies durch Zugabe von JBL pH-Plus (flüssiger pH-Heber) erfolgen.

Verringerung des pH-Wertes: Bitte überprüfen Sie als erstes, ob die Karbonathärte (KH) dem empfohlenen Wert entspricht. Bevor am pH-Wert manipuliert wird (heben oder senken) muss!!! die KH auf den empfohlenen Wert gebracht werden (siehe KH-Kapitel).

Meist reguliert sich der pH dann von alleine auf das gewünschte Niveau. Sollte der pH-Wert dennoch gesenkt werden müssen, gibt es drei Möglichkeiten:

1) Durch Zugabe von JBL pH-Minus (pH-senkende Flüssigkeit) kann der pH-Wert schrittweise gesenkt werden. Gleichzeitig wird jedoch auch die Karbonathärte gesenkt.

2) Durch eine dosierte CO2-Zugabe (Kohlendioxid) werden nicht nur die Pflanzen gedüngt, sondern auch der pH-Wert gesenkt. Ein Teil des CO2 reagiert mit dem Wasser zu Kohlensäure (H2CO3), die wie alle Säuren den pH-Wert senkt. Für Aquarien von 30 bis 160 Liter empfehlen wir die JBL ProFlora BioCO2-Anlage. Für Aquarien von 60 bis 1000 Liter die JBL ProFlora u oder m-Systeme.

3) Mit JBL TorMec (Aktivtorf-Pellets) als Teil des Filtermaterials kann der pH-Wert ein wenig gesenkt werden. Die JBL Aktivtorf-Pellets enthalten etwa 25 % Huminsäuren, die pH-senkend wirken. Außerdem findet eine leichte Enthärtung statt.

Aquarienfischkrankheiten

Sind Ihre Aquarienfische krank? Zeigen Ihre Aquarienfische Krankheitssymptome? Möchten Sie Aquarienfischkrankheiten diagnostizieren?

Hier können Sie Bilder kranker Fische durchstöbern, um Aquarienfischkrankheiten zu diagnostizieren. Danach zeigen wir Ihnen im nächsten Schritt, wie Sie die Aquarienfisch-Krankheit schnell und sicher bekämpfen und zukünftig vorbeugen können.

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Allgemeine Hinweise

Etwa 90 % aller Fischkrankheiten sind auf eine Schwächung des Immunsystems der Fische zurückzuführen! So kann der Einsatz von Heilmitteln zwar den Erreger bekämpfen, meist jedoch nicht die Ursache abstellen! Es ist daher sehr wichtig, die Ursache zu ermitteln. In den meisten Fällen sind die Ursachen in folgenden Bereichen zu finden:

Neue Fische: Auch wenn neu erworbene Fische keine offensichtlichen Anzeichen einer Krankheit aufweisen, so können sie dennoch Träger von Parasiten oder pathogenen Bakterien sein. Oft kommt es vor, dass diese „neuen“ Krankheitskeime für die bisherigen Insassen unbekannt sind und sie somit keine Abwehrkräfte dagegen entwickelt haben. Diese Situation erinnert an die Eroberung Südamerikas durch die Spanier, die mit ihren mitgebrachten Erkältungsviren ganze Bevölkerungsteile im Dschungel ausgelöscht haben! Bitte geben Sie nicht immer gleich dem Zoohändler die Schuld!

Überlagertes Futter (länger als drei Monate geöffnet in Gebrauch). Vitamingehalt ist dann viel zu gering. Abwehrkräfte können nicht mehr aufgebaut werden.

Sollte es zu ersten Anzeichen einer Krankheit kommen, ist ein SOFORTIGES Handeln nötig. In den meisten Fällen wird zu lange gewartet. Beispiel: Schon ein sichtbares „Pünktchen“ muss zur Einleitung einer Behandlung führen. Wenn gewartet wird, kann sich dieses eine Pünktchen (Weiße Pünktchen Krankheit) vom Fisch lösen, auf den Boden fallen und dort nach einer Kapselbildung 1000 neue Pünktchen-Erreger entlassen, die dann den Infektionsdruck auf alle Aquarieninsassen erhöhen.