Das war die Reptilienausstellung 2016 im Tierpark Gettorf - Teil 1

Spinnen, Schlangen, Echsen und noch viele andere Reptilien und Amphibien stehen immer wieder im Fokus der Medien - dennoch sind sie beliebte Haustiere und werden bereits von Kindern mit großem Interesse und Faszination betrachtet. Besonders für Allergiker eine gute Alternative zu den bekannten felligen Tieren. Deshalb unterstützt JBL den Terrarienkreis Kiel seit vielen Jahren bei der jährlichen Reptilienausstellung im Gettorfer Tierpark im Norden Deutschlands. Viele tausend Besucher kann diese Ausstellung verzeichnen und das gesamte Team ist für 11 Tage mit viel Witz und Charme vor Ort. So wurden Ängste der Besucher überwunden, die Erfahrungen zur Haltung der verschiedenen Arten ausgetauscht und auch ganze Schulklassen mit den exotischen Haustieren in Kontakt gebracht. Von klein bis groß - die Augen leuchteten nach dem Besuch der Ausstellung. Deshalb stehen wir voll und ganz hinter dem Verein und der Ausstellung und möchten Sie auf eine kleine Expedition in die 11 Tage der Ausstellung mitnehmen. Hier bekommen Tiere Namen, und die Mitglieder erzählen ihre emotionalen Eindrücke der mit Herzblut organisierten Veranstaltung.

Tag 1 - Schauterrarien soweit das Auge reicht

Ostern, der Terrarienkreis Kiel und der Tierpark Gettorf, das sind seit Jahren zwei Dinge, die unbedingt zusammengehören. Die Ausstellung der privaten Tiere des Terrarienkreis Kiel von 1998 e.V. beginnt erfahrungsgemäß am Karfreitag. Ähm, nein, tut sie nicht, zumindest nicht für uns, die Mitglieder des Vereins. Denn so eine Ausstellung bedarf doch etwas Vorbereitung. Nein, wir reden jetzt nicht von dem organisatorischen Part, wir reden von dem Aufbau der Terrarien, Aquarien und des Dunkelraums (Night-Room). Auch in diesem Jahr haben sich die Mitglieder bereits am Donnerstag in der Früh getroffen, Tische bewegt, Stoffe aufgelegt und die Schaubehausungen unserer Tiere im Tierpark platziert.

Terrarien und Aquarien aufstellen, putzen, mit Bodengrund ausstatten und natürlich für die Zeit dekorieren. Hier schon einmal einen besonderen Dank an unseren Sponsor JBL, der uns auch in diesem Jahr wieder kräftig unterstützt hat. Die Schauterrarien sind zwar bei Weitem nicht das, was unsere Tiere bei uns zu Hause gewohnt sind, doch auch für diese Zeit sollen sich die Tiere den Umständen entsprechend wohl fühlen.

Haben wir es geschafft? Ja, das haben wir. Dank der freiwilligen und ehrenamtlichen Mithilfe unserer Mitglieder ist auch in diesem Jahr alles vorbereitet. Neben den alten Terrarien haben wir neue Behausungen in diesem Jahr angeschafft. Diese wurden gleich für die Ausstellung fertiggemacht. Neue Lampenfassungen installiert, die gesamte Elektrik neu angebracht, also all‘ das, was es braucht, damit die Terrarien für die Ausstellung nutzbar sind.

Tag 2 - Einzug der Gladiatoren - Willkommen Tiere

Traditionell startet unsere Ausstellung am Freitag vor Ostern, dem Karfreitag. Was passiert an so einem Tag? Wir heißen unsere Tiere willkommen. Das klingt vielleicht ein wenig übertrieben, jedoch hat es schon etwas von einem Einzug der Gladiatoren. Bevor es losgeht, werden die einzelnen Werte (Temperaturen und Luftfeuchtigkeit) kontrolliert. Erst wenn wir uns sicher sind, dass die Voraussetzungen soweit passend sind, dass es den Tieren bereits ab dem ersten Tag gut gehen wird, ja, erst dann sind die Terrarien bereit für das, was nun kommt. Die einzelnen Terrarien werden besetzt, Nachbesserungen an der Dekoration oder Beleuchtung werden vorgenommen.

Unser Vorstand stand der Presse (Kieler Nachrichten, Regionalteil Eckernförde) Rede und Antwort, ansonsten verlief der Tag ruhig. Unsere Tiere haben sich langsam an ihr vorübergehendes Heim gewöhnt. Die einzigen Ausnahmen waren hier unter anderem die Vogelspinnen. Laura (Brachypelma auratum), unsere routinierte Dame der Vogelspinnen zeigte sich zuerst etwas scheu, muss Lampenfieber gewesen sein. Hingegen zeigte sich unser Ausstellungsneuling Diana (Brachypelma smithi) ganz ohne Scheu den ganzen Tag, sie bekommt nun den Beinamen „die Rennspinne“, Gerüchten zur Folge sind die Zeichnungen Rennstreifen, damit sie noch schneller ist. Die Besitzer, selbstverständlich Vereinsmitglieder, haben uns bestätigt, dass dies Verhalten für sie vollkommen normal ist.

Wer bereits bei seinem Besuch feststellt, dass ihn dieses Hobby auch interessiert, ist herzlich aufgefordert sich mit uns in Verbindung zu setzen. Wir freuen uns über reges Interesse und neue Mitglieder.

Der erste Tag endete also ohne besondere Vorkommnisse. Wir freuen uns nun auf die folgenden Tage und viele interessierte Besucher. Fragen, die wir gern beantworten werden und sicherlich die eine oder andere erste oder wiederholte Begegnung der Besucher mit ausgesuchten Tieren von uns.

Tag 3 - Fragen über Fragen

Ein langes Wochenende steht vor der Tür und die Sonne lacht, was kann es besseres geben. Im Grunde nichts. Doch da gibt es noch etwas. Rund 1000 Besucher zählte der Tierpark Gettorf, und wir konnten viele Fragen der neugierigen Besucher beantworten. Dabei blickten wir sehr oft in erstaunte Gesichter, wenn den Besuchern bewusst wurde, dass diese tollen Tiere bei den Vereinsmitgliedern zu Hause leben. Hierbei galt besonders oft das Interesse der Größe der Terrarien. Die Erleichterung war sehr oft groß, wenn wir mitteilen konnten, dass es sich bei den Terrarien während der Ausstellung lediglich um Schau-Terrarien handelt. Unsere Tiere leben bei uns zu Hause in sehr viel größeren Behausungen. Nachdem unsere Tiere sich mittlerweile „eingelebt“ haben, war der heutige Tag dazu bestimmt, unsere Lieblinge den Tierparkgästen zu präsentieren.

Wie im letzten Jahr, so auch in diesem Jahr, schenkten die Besucher auch unseren Futtertieren eine große Aufmerksamkeit. Selbstverständlich beschränken wir uns auf die Ausstellung der Tiere, die von Echsen, Spinnen oder sonstigen Insekten-Fressern gern verspeist werden. Heuschrecken, Zophobas (Larve des großen Schwarzkäfers) und Schaben stehen auf dem Speiseplan. Natürlich gibt es weitaus mehr Arten von Insekten, die als Futtertiere geeignet sind. Im Vordergrund sollen ja auch unsere Tiere und nicht deren Futter stehen.

© 04.05.2016
Matthias Wiesensee
Matthias Wiesensee
M.Sc. Wirtschaftsinformatik
JBL GmbH & Co. KG

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