Event-Bericht: Die Aquarium Design Meisterschule 2017

Die Aquaristik ist ein Hobby voller Emotionen, Kreativität und Spaß. In den letzten Jahren schossen zahlreiche Wettbewerbe zur Einrichtung von Aquarien unterschiedlichster Stilrichtungen aus dem Boden. Ob lokal oder im Internet – Wettbewerbe gibt sie wie Sand am Meer.

Was käme da gelegener, als einen neuen Maßstab in der Branche zu setzen. Weg von einem Wettbewerb und hin zu einem Workshop, der die Teilnehmer begeistert und selbst Außenstehende anlockt. Denn, so schön ein erster Platz auch sein kann, so enttäuschend sind häufig die weiteren Platzierungen für die anderen Teilnehmer. Dabei geht es allen vor allem um eines – Spaß. Der Wettkampf unterbindet zudem das Miteinander und sorgt für Stress. Werde ich rechtzeitig fertig? Reicht es für einen ersten Platz aus?

3-Tage-Workshop mit 30 Personen

Aus diesem Grund sind wir, zusammen mit den befreundeten Partnerfirmen Tropica und Fluval , einen anderen Weg gegangen. Wir wollten ein großes Miteinander veranstalten, eine Gruppe von 30 Personen sollte 3 Tage Spaß haben und gemeinsam tolle Aquarienlandschaften zum Nachmachen erarbeiten.

Anfang Februar fand die Supreme Heimtiermesse in Hannover statt. Hier wurde die Aquarium Design Meisterschule als Workshop mit Meistern und Schülern durchgeführt. Ein echter Publikumsmagnet, wie sich am Ende herausstellte. Die Live-Workshop-Show lockte nicht nur Branchenkenner, sondern auch Nicht-Tierhalter an und faszinierte mit dem wuseligen Treiben.

Auf Nachfrage machten sogar einige Zuschauer mit und waren von der Magie der Aquariengestaltung gefesselt. Über drei Tage arbeiteten die 10 Meister (Profis der Szene) mit jeweils zwei Schülern (engagierte Aquarianer und Einsteiger) jeweils an einem eigenen Aquarium. Vorgaben wurde nicht gemacht, der Kreativität des Teams wurde viel Freiraum gelassen. Lediglich die gestellte Hardware musste Anwendung finden und durfte vorab von jedem Meister kostenlos bestellt werden. Ziel war es eine Traumlandschaft zu erschaffen, die auch von jedem anderen Aquarianer zu Hause, eventuell unter einer Anleitung, umsetzbar und auch langfristig stehen bleiben kann.

Was vor Ort geschah

Die drei Tage dienten dazu, sich gegenseitig kennenzulernen und Wissen in der über 30 Personen starken Gruppe auszutauschen. Die Meister sollten Kompetenzen zur harmonischen Einrichtung von Unterwasserlandschaften an die Schüler vermitteln und direkt in die Praxis umsetzen lassen. Hierzu wurden vor Ort die Schüler den verschiedenen Meistern per Losverfahren zugeteilt. Auch interessierte Zuschauer hatten die Möglichkeit in das Geschehen eingebunden zu werden. Mitmachen war die Devise.

Am Freitag wurde ausschließlich die „Trockeneinrichtung“ mit Steinen, Hölzern und dem Bodengrund vorgenommen. Das sogenannte Hardscape musste bis zum Tagesende abgeschlossen sein . Die perfekte Abstimmung des Grundlayouts ist der wichtigste Schritt, der viele Korrekturen und Überlegungen beinhaltet, wofür sich die Meister mit ihren Schülern besonders viel Zeit genommen haben.

Am Samstag wurden die Layouts mit den zuvor ausgewählten Wasserpflanzen versehen und der letzte Feinschliff vorgenommen. Ab 16:00 Uhr wurden die Layouts langsam mit Wasser gefüllt und mit dem letzten Feinschlich versehen. Der Anblick der fertigen Aquarienlayouts, eines schöner als das andere, war atemberaubend. In nur kurzer Zeit wurden 10 Traumlandschaften erstellt, die unterschiedlicher nicht hätten sein können. Alle verwendeten Materialien sind im gut sortierten Fachhandel zu bekommen und laden Sie dazu ein, diese oder ähnliche Ideen zu Hause umzusetzen.

Am Sonntag hatten die Teams Zeit, ihr Wissen zu vertiefen, sich auszutauschen und mit dem Publikum zu diskutieren. Kein Aquarium musste auf der Messe bleiben, sondern jedes einzelne hat einen neuen Besitzer gefunden. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde jedem Team ein Feedback zumAquarium gegeben, welches auf die folgenden Aspekte einging:

  • Gesamteindruck: Gefällt das Aquarienlayout den Organisatoren und welche Assoziationen werden hierdurch angestoßen?
  • Nachmachbarkeit: Ist das Layout auch für Einsteiger und engagierte Aquarianer ohne Spezialkenntnis zu Hause problemlos nachzustellen?
  • Beständigkeit: Kann das erstellte Aquarienlayout über einen längeren Zeitraum zu Hause erfolgreich gepflegt bzw. erhalten werden?
  • Teamarbeit: Wie hat der Meister mit seinen zwei Schülern zusammengearbeitet? War die Leistung eine Teamarbeit, bei der jeder seinen Teil dazu beigetragen hat?
  • Pflanzenauswahl: Passt die Pflanzenauswahl zum Hardscape und der vorhandenen Technik?

Wer jetzt denkt, dass es einen Gewinner gab, hat das Konzept noch nicht verstanden. Alle warenim Gewinner-Team . Wir haben gemeinsam gekocht und am Ende wurde gemeinsam gegessen – „lecker“ liegt im Auge des Betrachters.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei allen Teilnehmern, Besuchern und den Meistern für die tolle Zusammenarbeit bedanken und freuen uns, dass das neue Konzept so viel Anklang gefunden hat. Alle Teilnehmer konnten mit neuen Erfahrungen, vielen Erinnerungen und einigen Produkten nach Hause gehen und wurden ein Teil der aktiven Szene. Statt Frustration und Neid über die Platzierungen, entstanden Freundschaften, die auch noch einige Wochen später weiterblühen. Die meisten Schüler haben mittlerweile zu Hause ein neues Aquarium aufgestellt oder das bestehende umgestaltet, so begeistert wurden Sie an diesem Wochenende Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr…

© 17.02.2017
Matthias Wiesensee
Matthias Wiesensee
M.Sc. Wirtschaftsinformatik
JBL GmbH & Co. KG

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