JBL Expedition 2015 – Tag 2: Die Catalina Grundel vor Avalon Bay

An diesem Morgen hieß es früh aufstehen. Die Fähre nach Catalina Island fuhr bereits um 06.15 Uhr ab. So konnten wir einen traumhaften Sonnenaufgang erleben und, trotz der kurzen Nacht, weitere Kräfte für den Tag tanken.

Um 9.00 Uhr starteten wir zu einem Tauchtag von Avalon Bay, um endlich die begehrte Catalina Grundel zu finden und mit den Seelöwen zu tauchen. Gegen Mittag (11.00-12.00 Uhr) trafen wir beim ersten Tauchspot ein und konnten bei klarer Sicht 5 m tief im 21-24 °C kalten Wasser tauchen. Die ersten Wasserproben ergaben einen sehr geringen Calcium (Ca) Wert von nur 360 mg/l. Die Unterwasserlandschaft gleicht einer Gorgonien-Monokultur. Sicherlich steht dies im Zusammenhang mit den Wasserparametern. Die Kelpwälder, die vor einigen Jahren nahezu komplett abgestorben waren, wachsen langsam wieder nach. Warum es zu diesem massenhaften Absterben kam, ist bis heute ungeklärt. Mit etwas Glück fanden wir die Catalina Grundel (Lythrypnus dalli), einen kleinen Meeresfisch, der im Ostpazifik, von der Morro Bay bis zum Golf von Kalifornien und westlich bis nach Guadalupe vorkommt. Ihren Namen verdankt sie der Erschreibung bei Santa Catalina Island vor Los Angeles. Zusätzlich trafen wir auf einige Garibaldi (Hypsypops rubicundus), die nicht zimperlich die Taucher attackierten.

Nachdem alle Taucher wieder aus dem Wasser waren, fuhr uns das Boot zum nächsten Tauchspot. Dank des super Wetters, mit nur leichtem Wind und über 30°C, gab es auch keine großen Wellen. Angekommen, kurz vor Avalon, stiegen wir erneut ins Wasser und konnten mit 3-4 m großen Seelöwen tauchen. Atemberaubend! Drei aus der Gruppe schafften es sogar bis auf 10 m an die Tiere heranzukommen und Kontakt aufzunehmen. Der Rest der Gruppe war ca. 100 m weit weg und wurde von vielen Tieren umkreist.

Am späten Nachmittag trafen wir wieder im Hafen von Avalon ein, nahmen die Fähre zurück nach Long Beach (Ankunft 19 Uhr) und flogen noch am selben Tag um 23.59 Uhr von Los Angeles nach Tahiti/Papeete. Jetzt bleiben 8,5 Stunden zum Schlafen, die wir nutzen werden.

© 13.10.2015
Matthias Wiesensee
Matthias Wiesensee
M.Sc. Wirtschaftsinformatik
JBL GmbH & Co. KG

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