Teichfischernährung

Warum braucht der Guppy ein anderes Futter als Koi? Hier erfahren Sie alles Wissenswerte zum Thema „Gesunde Ernährung für gesunde Teichfische“.

Die Fischernährung wird von vielen Teichbesitzern leider nur als „Spaßfaktor“ angesehen, weil Fische füttern eben viel Spaß macht. Aber Essen macht ja nicht nur Spaß, sondern dient auch Faktoren wie Wachstum und Widerstandskraft gegen Krankheiten. Da aber Fische so unterschiedlich sind wie Katze und Kuh, sind auch ihre Ansprüche an das Futter sehr unterschiedlich! Räuberische Fische wie Forellen oder Barsche benötigen Futter auf (Fisch-) Fleischbasis, während wenigstens teils pflanzlich orientierte Allesfresser wie Goldfisch und Koi einen höheren Pflanzenanteil im Futter benötigen. Es ist auch zu beachten, dass kommerzielles Futter aus der Forellen- oder Karpfenzucht das Ziel hat, möglichst viel Fisch-Biomasse in möglichst wenig Zeit zu erzielen (Schlachtreife), im Gartenteich jedoch mehr auf gleichmäßigen, langsameren Wuchs für ein langes Fischleben Wert gelegt wird. Niemand möchte seinen teuren Koi-Karpfen nach 2 Jahren schlachten und verzehren wollen. Hier liegen die wesentlichen Unterschiede zwischen kommerziellem und extra für Gartenteichfische produziertem Fischfutter.

Was jedoch gerade im Gartenteich oft übersehen wird, ist die benötigte Menge an Futter. Beispielrechnungen und zahlreiche Versuche zum Erhaltungsstoffwechsel zeigen eindrucksvoll, dass viele Gartenteichliebhaber aus Angst vor Algenwuchs zu wenig füttern. So benötigt ein Koi-Teich mit 20 Koi-Karpfen à 40 cm täglich (!) in den Sommermonaten 600 g Futter.

Füttern Sie vorzugsweise z.B. Forellenzuchtfutter (meist braune Pellets in großen transparenten Beuteln für wenig Geld) an Goldfische und Koi, so ist dies mit einer Fleischernährung für Kühe zu vergleichen. Die Tiere wachsen zwar schnell, können aber das Futter nicht richtig verarbeiten und werden krankheitsanfällig. Die fehlende weitgehende Verdauung des Futters kann über die Ausscheidung zu erhöhter Wasserbelastung führen. Zudem kommt es zu oft zu einer Leberverfettung, was manchmal an einer sehr runden Körperform zu sehen ist. Jungtiere: Kleinere Fische benötigen schon wegen ihrer geringeren Maulgröße kleineres Futter als größere Fische. Da kleinere Goldfische und Koi noch stärker wachsen als die großen (Fische wachsen ein Leben lang), ist auch ihre Futterzusammensetzung daran angepasst.

JBL bietet speziell für Koi passendes Futter je nach Koigröße an: JBL Koi mini , JBL Koi midi , JBL Koi maxi

Was machen, wenn man verschiedene Fischarten und Größen in EINEM Teich pflegt?

In diesem Fall, und es kommt ja sehr oft vor, sollten Sie verschiedene Futtersorten füttern. Fische suchen sich durchaus das Futter heraus, welches am besten ins Maul passt, sie physiologisch benötigen und am besten schmeckt.

Benötigen Störe spezielles Futter?

Ja, denn Störe sind Kleintierfresser, die ihr Futter am Boden suchen. Für diese interessanten Fische wurde JBL PondSterlet in zwei Granulatgrößen entwickelt ( JBL PondSterlet / JBL PondSterlet XL ).

Woran erkennt man die Qualität eines Teichfischfutters?

Das Protein-Fettverhältnis ist nach Aussagen von Wissenschaftlern sehr entscheidend und sollte für Teichfische bei etwa 4:1 liegen (mit Ausnahme des Winters, hier ist ein eiweißärmeres Futter wie z.B. JBL Koi Energil midi zu bevorzugen). Ein Blick auf das Etikett und die Beherrschung der Grundrechenarten zeigt Ihnen schnell, welches Protein-Fettverhältnis im Futter vorliegt.

Sollte man Teichfische auch im Winter füttern?

Auch wenn die Wassertemperatur unter 15 °C sinkt, sind die Fische noch aktiv. Aktivität bedeutet Energieverbrauch und diese Energie sollte den Fischen auch wieder zugeführt werden. Daher hat JBL ein spezielles Niedrigtemperaturfutter ( JBL Koi Energil midi / JBL PondEnergil ) entwickelt. Die Zusammensetzung dieses Futters ist so abgestimmt, dass das Futter sehr leicht verdaulich ist und nicht lange den Verdauungstrakt belastet, denn bei niedrigen Temperaturen läuft die Verdauung sehr langsam ab.