Schildkröten

Schildkröten gehören zu den beliebtesten Terrarientiere überhaupt und sind trotz (oder gerade wegen) ihrer Langsamkeit sogar bei Kindern absolute Sympathieträger! Bei der Pflege von Schildkröten sind einige Dinge zu beachten, damit die Tiere sich wohlfühlen, gesund bleiben und sich im Idealfall sogar vermehren:

Welche Schildkrötenart pflegen Sie?

Gehört diese Art zu den Land-, Sumpf- oder Wasserschildkröten? Achtung: Auch Wasserschildkröten benötigen unbedingt einen Landteil und nicht nur ein Stück schwimmenden Kork! Die Zugehörigkeit zu diesen Gruppen bedingt die Einrichtung des Terrariums ohne Wasser oder mit kleinem bzw. größerem Landteil. Landschildkröten leben nicht alle in Wüstenregionen, sondern können auch aus dem Regenwald kommen. Das wäre für die Bodenbeschaffenheit im Terrarium sehr wichtig.

Wie groß wird Ihre Schildkröte?

Viele Schildkrötenarten werden als sehr kleine Jungtiere (5 cm) verkauft und der Käufer ist sich nicht im Klaren, dass die Art eventuell über 30 cm groß wird! Das Resultat ist leider häufig, dass die Tiere dann in die Natur ausgesetzt werden, wo sie entweder kläglich sterben oder zu einer Faunenverfälschung führen. Die Terrariengröße richtet sich dann natürlich nach der Größe im ausgewachsenen Zustand und auch nach der Anzahl der Tiere. Die meisten Schildkrötenarten sind gesellige Tiere und fühlen sich bei Einzelhaltung nicht richtig wohl.

Landschildkröten

Welche Bodenbeschaffenheit ist empfehlenswert? Landschildkröte bedeutet NICHT automatisch Sandboden, sondern sehr oft ein Gemisch aus zwei Bodengründen (z. B. Europäische Landschildkröten bevorzugen ein Gemisch von 50 % JBL TerraBasis und 50% JBL TerraBark 5-10).

Hier finden Sie den richtigen Bodengrund für Ihre Schildkröte.

Wasser- und Sumpfschildkröten

Der Wasserteil bedarf ein wenig Pflege. Ein Aquariumfilter (z. B. JBL CristalProfi Filter) und eine Wasserheizung z.B. JBL ProTemp S 25 sind unbedingt nötig, um das Wasser sauber zu halten und richtig zu temperieren. Einmal wöchentlich sollte ein Drittel des Wassers gegen frisches Wasser ausgetauscht werden.

Ernährung von Schildkröten

Bei Schildkröten ist es wie bei Menschen. Sie fressen sehr gerne Nahrung, die eigentlich ungeeignet ist. So sind Tomaten, Bananen, Zitrusfrüchte und fleischliche Nahrung (auch Gammarus-Bachflohkrebse) für Landschildkröten definitiv nicht geeignet, obwohl sie dieses Futter oft sehr gerne fressen!

Ganz wichtig ist, wie bei fast allen Tieren, eine abwechslungsreiche Ernährung. Daher sollten Sie z. B. Wasserschildkröten nicht immer nur mit Bachflohkrebsen (Gammarus) ernähren, sondern auch andere Futtersorten wie JBL Energil (getrocknete Fische) und JBL Tortil (Futtertabletten) usw. anbieten. Auch Salat oder Regenwürmer und Schnecken sowie Muschelfleisch sind als Ergänzung für Wasser- und Sumpfschildkröten hervorragend geeignet.

Hier finden Sie Tipps zur richtigen Schildkrötenernährung.

Vergesellschaftung von Schildkröten

Schildkröten müssen nicht alleine gehalten werden. Wie schon gesagt, sind die meisten von ihnen recht gesellig und fühlen sich in einer kleinen Gruppe von einem Männchen und mehreren Weibchen sehr wohl. Auch andere Tiere können unter Umständen mit Schildkröten zusammen gehalten werden.

In Wüstenterrarien können viele Echsenarten problemlos mit wüstenbewohnenden Schildkröten in einem Terrarium gepflegt werden. Bei Wasserschildkröten kann versucht werden, sie mit Fischen zusammen zu pflegen. Aber Wasserschildkröten sind Allesfresser, die auch sehr gerne Fische fressen, wenn sie es schaffen, sie zu fangen. Daher sind deutlich größere Fische, wie z. B. große Saugwelse gut geeignet, die auch beim Reinigen des Bodens und der Dekoration sowie Scheiben helfen.

Schildkröten als Spielgefährte für Kinder

Wasserschildkröten sind dafür eher ungeeignet, da sie eher scheu sind oder auch beißen können. Landschildkröten sind schon eher geeignet, auch wenn sie ein Herumtragen oder Berührungen von außen eigentlich nicht mögen. Sie dulden und mögen durchaus Streicheleinheiten am Hals, Kopf und Panzer, durch den sie Berührungen spüren.

Als Spielgefährten sind Hunde und Katzen aber auf jeden Fall besser geeignet, als jedes Terrarientier.