Algen

Algenbekämpfung - so geht's

Algen können ein Aquarium sehr unschön aussehen lassen. Sie können Ihre Pflanzen und Dekoration überwuchern und den Lebensraum Ihrer Fische einschränken. Dabei ist es gar nicht so schwer, Algen vorzubeugen oder sie wieder loszuwerden!

Warum sind Algen überhaupt problematisch?

Algen gehören zum Aquarium wie alle anderen Wasserorganismen auch, sie lassen sich nicht gänzlich vermeiden. Solange der Algenwuchs gering oder nicht auffällig ist, besteht kein Grund zur Sorge. Starker Algenwuchs hat jedoch dramatische Auswirkungen auf das Wasser: Algen sind Pflanzen und produzieren tagsüber Sauerstoff. Nachts kehrt sich die Situation jedoch um und die Algen verbrauchen Sauerstoff. Bei sehr starkem Algenbefall kann der Sauerstoffgehalt nachts in gefährlich niedrige Bereiche sinken und das Leben im Aquarium bedrohen. Eine nächtliche Durchlüftung ist dann angeraten.

Weiterhin verbrauchen Algen unter Lichteinwirkung (also tagsüber), wie die Wasserpflanzen auch, Kohlendioxid (CO2). Dieser Verbrauch lässt den pH-Wert (Säurewert) des Wassers unter Umständen extrem ansteigen (pH >9), was zu einem lebensfeindlichen Milieu führt.

Reicht der CO2-Gehalt im Wasser nicht mehr aus, sind Algen in der Lage, sich das CO2 aus der Karbonathärte (KH) herauszulösen. Die Folge ist eine Abnahme dieses wichtigen Wasserparameters, was wiederum dazu führt, dass der pH-Wert nicht mehr stabil ist. Nun wird der pH-Wert nachts stark absinken (auf Werte bis 4) und tagsüber auf viel zu hohe Werte (bis Werte über 10) ansteigen, welches den Tod der Aquarienbewohner bedeuten kann.

Zu allerletzt sei noch darauf hingewiesen, dass absterbende Algen von Bakterien unter Sauerstoffverbrauch abgebaut werden. Daher muss das Wasser zusätzlich belüftet werden, wenn Algen absterben!

Warum wachsen Algen manchmal so extrem?

Algen gehören zu den Pflanzen und wachsen besonders stark, wenn viele Nährstoffe und Licht vorhanden sind. Mit Hilfe von Wassertests können Sie feststellen, wie viel Hauptalgennährstoffe Phosphat und Nitrat vorliegen. Wichtig für Sie ist es, herauszufinden, warum in Ihrem Aquarium ein starker Nährstoffüberschuss vorhanden ist. Meistens liegt die Ursache in Überfütterung, zu geringem Teilwasserwechsel oder Überbesatz an Fischen in Verbindung mit zu wenigen Pflanzen begründet.

Ermitteln Sie das Nahrungsangebot der Algen

Nitrate (NO3) und Phosphate (PO4) fördern den Algenwuchs im Aquarium, wenn folgende Werte überschritten werden:

Nitrat: 5-10 mg/l ( JBL NO3 Nitrat Test )

Phosphat: 0,1 mg/l ( JBL PO4 Phosphat sensitiv Test )

So werden die Algennährstoffe entfernt

Zum Entfernen von Nitrat im Aquarium JBL BioNitratEx einsetzen (biologische Langfrist-Lösung) oder JBL NitratEx : schnelle Sofort-Lösung.

Zum Entfernen von Phosphat im Aquarium: Entweder mit Spezialfiltermaterial ( JBL PhosEx ultra ) oder mit Flüssigpräparat JBL PhosEx rapid .

Phosphat-Nitrat-Verhältnis

Wissenschaftliche Untersuchungen ergaben, dass das Phosphat-Nitrat-Verhältnis großen Einfluss auf das Algenwachstum hat. Das ideale Verhältnis für Süßwasserpflanzen liegt bei 1:16 (1 Teil Phosphat, 16 Teile Nitrat).

Außerhalb dieses Bereichs, der insgesamt zwischen 1:15 und maximal 1:30 liegt, kommt es vermehrt zu deutlichem Algenwachstum, insbesondere von Grün- und Blaualgen (Cyanobakterien).

Bekämpfung der einzelnen Algenarten

Fadenalgen

Mechanisch entfernen: mit Schlauch-/Flaschenbürste aufwickeln

Nitrate und Phosphate messen und ggf. reduzieren

Algenfördernde Lichtbestandteile verringern: Durch eine ganz leichte Bernsteinfärbung des Wassers, die das menschliche Auge kaum wahr nimmt, werden algenfördende Lichtanteile wie durch eine Sonnenbrille herausgefiltert. Durch Zugabe von JBL Tropol im Aquarium wird dieser Effekt erreicht.

Mehr schnell wachsende Pflanzen wie z. B. Hornkraut, Wasserfreund, Wasserpest oder Ambulie einsetzen

Ausbreitung mit UV-C Wasserklärer eindämmen, der die Algensporen abtötet, siehe auch UV-C

Algenmittel einsetzen: JBL Algol

Pinselalgen

Sofortige mechanische Entfernung der befallenen Blätter. Blätter an der Basis abschneiden (einfach mit JBL ProScape Tool S straight )

Technik- und Dekogegenstände mit JBL Power Clean von Algen befreien.

Saugbarben der Garra-Familie (z. B. Garra pingi) fressen Pinselalgen! Amanogarnelen können Pinselalgen zwar kurzhalten, aber zur radikalen Vernichtung von Pinselalgen sind sie nicht geeignet.

„Gammelecken“ im Aquarium reinigen. Zum Wasserwechsel immer den Bodengrund mit JBL AquaEx Set 45-70 oder JBL Aqua In Out absaugen.

Pflanzenwuchs fördern: Eisen- und Spurenelementdüngung JBL Ferropol .

Phosphat limitieren durch JBL PhosEx ultra oder JBL PhosEx rapid bei sehr hohen Werten.

Strömung verringern.

Karbonathärte senken (bei hartem Wasser).

Die wichtigste Maßnahme ist die Erhöhung des CO2-Gehalts des Aquarienwassers durch Einsatz des JBL CO2-Systems.

Algenmittel einsetzen: JBL Algol .

Schmier- und Blaualgen (Cyanobakterien)

Achtung: Werden mit Kieselalgen verwechselt! Schmieralgen fühlen sich jedoch schmierig-schleimig an und haben einen unangenehmen Geruch, wenn man sie aus dem Wasser nimmt. Kieselalgen fühlen sich im Vergleich rauer an. Blaualgen (Cyanobakterien) wachsen nur dann, wenn die natürliche Bodenflora gestört ist. Dies kann in einem Aquarium in nur einem Bereich der Fall sein oder auch das gesamte Aquarium betreffen. Es ist nicht leicht herauszubekommen, warum die Bakterienflora gestört ist und eine Bekämpfung ist manchmal eine langwierige Angelegenheit.

Mechanische Entfernung (Absaugen usw.) hilft, jedoch nicht langfristig

Wasserqualität verbessern (Wasserwechsel intensivieren, Nitrate und Phosphate reduzieren)

JBL ProScape PlantStart : Granulat entweder auf den Boden im Aquarium streuen und mit Bodengrund abdecken. Das Granulat ist mit speziellen Bakterien beladen, die überschüssige organische Nährstoffe (Zucker, Proteine etc.) abbauen, die oft die Ursache für Blaualgen sind. JBL ProScape PlantStart enthält Bakterienmischkulturen, die den Boden gezielt besiedeln und so verhindern, dass sich unerwünschte Bakterien, wie Cyanobakterien, ansiedeln.

Dunkelkur: Das totale Abdunkeln des Aquariums für mindestens 4 Tage hilft sehr gut gegen Blaualgen, die auf das Licht zur Photosynthese angewiesen sind. Anschließend 50 % Wasserwechsel durchführen und neu aufkommende Blaualgen immer sofort absaugen

Teilwasserwechsel immer mit Bodenreiniger ( JBL AquaEx Set 20-45 ) durchführen, statt nur Wasser abzusaugen

Punktalgen (oft junge Pinselalgen)

Mechanische Entfernung von den Scheiben mit Scheibenreinigern ( JBL Aqua-T Handy , JBL Blanki , JBL Floaty II )

Auch bei diesen Algen ist Nährstoffüberschuss die Hauptursache.

Nitrate und Phosphate messen und ggf. reduzieren

Kieselalgen (Diatomeen)

Achtung: Werden manchmal mit Schmieralgen verwechselt! Kieselalgen fühlen sich im Vergleich nicht schmierig, sondern rau an. Oft kommen beide in Mischkulturen vor (dunkelbraune bis schwarze Beläge).

Ursache ist der Silikatgehalt des Wassers (Leitungs-/Brunnenwasser). Mit JBL SiO2 Silikat Test ermitteln, ob Silikat vorhanden ist. Bei Silikatwerten über 0,4 mg/l sollte ein guter Silikatentferner ( JBL SilicatEx rapid ) eingesetzt werden.

Bei hohen Silikatwerten im Leitungswasser kann eine Osmoseanlage helfen, die 95 % der Silikate entfernt

Kompliziert, aber wirkungsvoll: Ein Ionenaustauscher mit dem speziellen Kunstharz MP 600 entfernt gezielt Kieselsäure. Wenn der Ionenaustauscher einer Umkehrosmoseanlage nachgeschaltet wird, hat er nur noch Restmengen (5 %) der „durchgerutschten“ Kieselsäure zu entfernen und hält demnach sehr lange, bevor er regeneriert werden muss

Schwebealgen = grünes Wasser

UV-C Wasserklärer wie der JBL ProCristal UV-C 18 W beseitigen Schwebealgen (grünes Wasser) garantiert in wenigen Tagen. Achtung: Ein feines Filtermaterial (z. B. JBL SymecMicro ) hält die abgetöteten Schwebealgen zwar sehr gut zurück, kann aber schnell verstopfen und muss daher rechtzeitig ausgetausch werden.

Nitrate und Phosphate messen und ggf. reduzieren

JBL Clearol wirkt als Flockungsmittel und lässt Schwebealgen verklumpen, so dass sie vom Filter erfasst, bzw. abgesaugt werden können