Fütterung

Die richtige Ernährung von Aquarienfischen

Wie bei uns Menschen ist die Fischernährung nicht ganz einfach. Die richtige Menge und die Qualität sind auch für uns die Hauptprobleme. Allerdings: Bei den Fischen haben Sie es komplett in der Hand, wie gesund und artgerecht die Fische ernährt werden!

Die richtige Futtermenge

Vielleicht haben Sie einmal ein Bild gesehen, wo aus dem Maul eines Fisches eine Schwanzflosse herausschaut. Fische haben KEIN Sättigungsgefühl und fressen immer weiter, auch wenn kaum noch etwas hineingeht (darum schaut die Flosse aus dem Maul).

Für Ihre Aquarienfische gilt die Grundregel: Zwei- bis dreimal täglich nur so viel füttern, wie die Fische in wenigen (2-5) Minuten auffressen. Wenn nach 5 Minuten noch Futter herumschwimmt oder auf dem Boden liegt, haben Sie deutlich zu viel gefüttert!

Jungfische benötigen häufiger Futter, wie fast alle Tierkinder. Aber auch hier die 5-Minuten-Regel beachten.

Die richtige Futtergröße

Einige wenige Raubfische fressen alles, was bis zur eigenen Körperlänge groß ist. Die meisten Aquarienfische dagegen mögen es gemütlicher: Das Futter sollte bequem ins Maul passen, ansonsten wird abgebissen. Daher wird für Aquarienfische das Futter in verschiedenen Flocken-, Granulat- und Stickgrößen hergestellt.

Für Jungfische haben wir dieses Thema bereits ausführlich besprochen: Aquarienfischzucht .

Für größere Fische finden Sie auf den Verpackungen Hinweise, für welche Fischgröße das Futter geeignet ist. Sollten Sie im Zweifel sein, nehmen Sie einfach die kleinere Futtersorte. Das passt immer! Auf Dauer finden große Fische zu kleines Futter jedoch nicht lustig. Es ist einfach zu energieaufwändig, die ganzen kleinen Futterpartikel zu fressen. Ein maulgerechtes Futter sollte das Ziel sein.

Die richtige Futterzusammensetzung

Ein Hamburger enthält neben der Frikadelle auch Salat und Tomaten. Aber in welcher Relation zum Fleisch? Daher ist das Protein-Fett Verhältnis der entscheidende Faktor zusammen mit den gewählten Zutaten.

Fische fressen meistens alles, was ihnen angeboten wird. In der Natur können sie auch nicht wählen und müssen fressen, was gerade vorhanden ist: In der Regenzeit erreichen die Fische auch Früchte in den Bäumen durch den hohen Wasserstand. In der Trockenzeit dagegen wird eher am Boden gefressen, was gerade zu finden ist. Spezialisierte Räuber fressen zwar in erster Linie Fische und Garnelen und keine Pflanzen, allerdings erhalten sie über das Fressen von Garnelen und Fischen doch einen nicht unerheblichen Anteil an Pflanzennahrung, da ihre Beute mit Pflanzenkost „gefüllt“ ist. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung von JBL sammelt die vorhandenen Daten über Fische, ergänzt sie mit eigenen Messungen und Beobachtungen der JBL Forschungsexpeditionen und entwickelt das passende Futter: Expeditionen .

Dabei werden sowohl pflanzliche als auch tierische Zutaten sorgfältig ausgewählt, im richtigen Verhältnis von Proteinen zu Fetten eingesetzt und durch Kräuter und Gewürze als Akzeptanzbringer ergänzt. Da einige Aquarianer Flocken und andere wiederum Granulate bevorzugen, sind viele Futtersorten sowohl als Granulat als auch als Flocke erhältlich.

Abwechslung

Mindestens so wichtig wie die richtige Zusammensetzung des Futters ist die Abwechslung. Nur ganz wenige Fischarten fressen immer exakt die gleiche Nahrung. Selbst die spezialisierten Falterfische im Meer, die meistens nur Korallenpolypen fressen, haben ein enormes Spektrum an Korallenarten zur Auswahl. Je vielfältiger die Futterauswahl, desto vielfältiger wird die Zufuhr an verschiedenen Mineralien, Vitamine und Spurenelementen. Das wiederum führt zu einem gesunden Immunsystem gegen Krankheiten. Je gesünder der Fisch, desto geringer das Krankheitsrisiko! Klingt banal, ist aber elementar. Es lohnt sich wirklich, der abwechslungsreichen Fischernährung ein wenig Aufmerksamkeit zu widmen, statt in Medikamente zu investieren, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist.

Ein einfacher Trick vieler Profis besteht darin, bei mehrmaliger Fütterung am Tag, nie das Gleiche hintereinander zu füttern. Im Idealfall morgens ein kräftiges Hauptfutter wie JBL NovoBel zum Frühstück, ein Snack wie PlanktonPur zum Mittag und leichte Grünkost wie JBL NovoVert zum Abendessen. So ist Abwechslung garantiert und die Fische bleiben fit – oft mit Aussicht auf Nachwuchs!

Leckerbissen

Snacks bringen nicht nur Abwechslung in die Abwechslung, sondern vor Allem ein Highlight in die Fütterung. Schon die andere Form des Futters, z. B. als Würfel aus gefriergetrockneten Futtertieren ( JBL NovoFex , JBL NovoArtemio ) fördert die Aktivität der Fische, die von den großen Futterbrocken abbeißen und um das Futter kämpfen müssen. Mit ein wenig Training fressen die Fische die Leckerbissen auch aus der Hand. Dies ist nicht nur sehr unterhaltsam, sondern hat auch den großen Vorteil, dass ein eventueller Fischfang wesentlich leichter möglich ist.