Wirbellosenarten

Tolle Aquarienbewohner ohne Rückgrat: Die Wirbellosen

Auch wenn ein Meerwasseraquarium eine viel größere Auswahl an Wirbellosen bietet, haben Sie ebenso im Süßwasseraquarium viele schöne Wirbellose zur Auswahl. Garnelen, Krebse, Krabben und Schnecken sind sehr beliebte Tiere und viele Arten dürfen Sie selbst in kleinen Aquarien pflegen. Das deutsche Tierschutzgesetz besagt z. B., dass Sie Fische erst in Aquarien ab 54 Litern pflegen dürfen!

Pflege

Garnelen sind wie Krebse wegen ihrer Kiemen auf Sauerstoff im Wasser angewiesen. Das Aquarienwasser muss daher durch den Filter oder durch einen Luftausströmer gut belüftet werden. Bei Filtern ist es wichtig, dass eine Ansaugöffnung keine Gefahr für Garnelen (auch Garnelennachwuchs) darstellt! Daher geben Sie bitte Filtern mit Schaumstoff vor dem Ansaugtrakt den Vorzug. Sehr gut geeignet wären: JBL CristalProfi m greenline , JBL ProSilent TekAir .

Beim Leitungswasser ist unbedingt zu prüfen, ob ein Kupfergehalt messbar ist ( JBL Cu Kupfer Test ). Sobald auch nur der Hauch von Kupfer zu messen ist, MUSS ein spezieller Wasseraufbereiter ( JBL Biotopol C ) verwendet werden, da Kupfer für Garnelen zwar lebenswichtig ist, aber in messbaren Mengen tödlich wirkt. JBL Pflanzendünger ( JBL Ferropol , JBL Ferropol 24 usw.) enthalten Kupfer, aber NIE in problematischer Menge für Wirbellose und können daher bedenkenlos verwendet werden.

Wirbellosenauswahl

Hier finden Sie eine Übersicht über die wichtigsten Wirbellosengruppen und deren Ansprüche.

Schnecken

Schnecken können Plagegeister oder erwünschte Schmuckstücke sein. Es gibt wunderschöne und interessante Schneckenarten, die immer beliebter werden.

Krebse

Der Unterstamm der Krebse besitzt mit über 50.000 Arten mehr Arten als die Ordnung der Fische!

Am beliebtesten bei Aquarienfreunden sind sicherlich die Garnelen, da sie friedlich sind und meistens klein bleiben. Gerade für Freunde von Aquarien mit weniger als 50 Litern sind Garnelen die Idealbesetzung.

Auch viele Krabbenarten sind sehr beliebt, aber nur wenige sind wirkliche Aquarienbewohner und würden ein Aqua-Terrarium mit Landteil einem reinen, mit Wasser gefüllten, Aquarium vorziehen!

Eine weitere Gruppe sind die Krebse, die auch manchmal wegen ihres Aussehens als Süßwasserhummer bezeichnet werden. Hier müssen Sie genau wissen, wie groß die Art wird, da viele Arten recht groß werden, unverträglich sind und auch für Ihren Fischbestand gefährlich werden können.

Vergesellschaftung

Zwerggarnelen (Caridina- und Neocaridina-Arten) sind sehr gesellige Tiere, während Großarmgarnelen Einzelgänger sind. Bei den kleinen Zwerggarnelen können eher größere Fische zur Fressgefahr werden – bei Großarmgarnelen ist es umgekehrt.

Kleine Krebsarten wie Cambarellus und Procambarus sind eher friedlich und gut zu vergesellschaften.

Die großen Cherax-Arten sind für andere Mitbewohner unter Umständen problematisch und idealerweise in einem Artenaquarium zu pflegen. Auch wenn Krebse tagsüber die Fische unbehelligt lassen, können schlafende Fische schnell einmal zur Beute werden.

Geschlechtsunterschiede

Die Unterscheidung der Geschlechter ist bei vielen Krebsen nicht schwierig: Die Gonoporen (Geschlechtsöffnungen) sehen zwar ähnlich aus, befinden sich aber an verschiedenen Positionen: Beim Männchen liegen sie zwischen den hinteren Beinpaaren, beim Weibchen weiter vorne.