JBL Workshop Vietnam 2013

Vom Dschungel zur Wüste sind es zwanzig Meter

Das ist kein Witz: In Nha Trang trennt eine kleine Straße den Regenwald von einer wüstenähnlichen Dünenlandschaft am Meer! Am Ende des Workshops besuchte die ganze Gruppe dieses für Vietnam unerwartete Biotop. Die Sanddünen wurden von größeren Beständen von Büschen, Sträuchern und Kakteen durchzogen. Um der erbarmungslosen Tropensonne etwas zu entgehen, legten wir den Trip auf den späten Nachmittag. Trotzdem lag die Lufttemperatur noch bei 30 °C bei einer für Wüsten untypischen Luftfeuchtigkeit von 75 %. Die hohe relative Luftfeuchte mit dem Sanduntergrund gepaart führt zu einer weltweit einmaligen Situation: Unsere beiden mitreisenden Professoren waren von der Region so angetan, dass sie mehrere ganztägige Exkursionen dorthin unternahmen. Sie entdeckten dort Pflanzen, die eigentlich in ganz anderen Lebensräumen zu finden sind! Auch einige Brackwasser- Lagunen bildeten äußerst ungewöhnliche Lebensbedingungen, die Biologen in Entzücken versetzen.

Große Tiere waren trotz den langsam sinkenden Nachmittagstemperaturen kaum zu finden. Kriechspuren im Sand belegten, dass dort auch Echsen leben. Wir haben sie nur leider nicht gesehen. Unter einigen Steinen wurden giftige Skolopender gefunden. Den größten Skolopender mit über 30 cm Körperlänge fand allerdings der Hotelchef in der Küche! In Richtung Meer konnte man viele Löcher im Sand entdecken. Wer geduldig einige Minuten wartete, sah auch die Bewohner: Krabben hatten die Löcher gegraben und dies obwohl sie etwa einhundert Meter von der Wasserlinie entfernt lagen. Obwohl wir kaum Tiere fanden, wäre dieser Lebensraum eine nähere Betrachtung wert. Hier müsste zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten genauer hingesehen werden.

Nach zehn Tagen ging der JBL Workshop Vietnam seinem Ende entgegen und die Teilnehmer erhielten den letzten Tag noch Zeit, den Ort mit seinen Märkten, Treiben und Souvenirgeschäften zu durchstöbern. Die meist gestellte Frage an mich war immer: „Ist das nicht unglaublich anstrengend, auf so viele Teilnehmer aufpassen zu müssen?“ Meine ganz ehrliche Antwort darauf lautet: Nein, die Teilnehmer sind nicht anstrengend. Es sind alles naturbegeisterte „Verrückte“, die sich über jede Pfütze und jeden Busch freuen, weil dort die Tiere leben, für die sie sich interessieren. Anstrengend wird es erst, wenn jemand nicht realisiert, dass man sich nicht mehr in Deutschland, sondern in Asien befindet und dadurch Zeitpläne manchmal relativ werden. Aber das habe ich bisher nicht erlebt! Die Teilnehmer unserer JBL Expeditionen und Workshops waren wirklich super und ich würde sie alle jederzeit wieder mitnehmen.

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