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Dschungeltag – den Reptilien und Fischen auf der Spur

Obwohl wir so wenig schlafen und einen anstrengenden Tagesablauf haben, macht uns die Freude auf den Tag fit. Um 08:30 Uhr fuhren wir mit drei Bussen und jeder Menge Equipment zu den Bergflüssen hinter dem Staudamm, mitten im Dschungel.

Nach einer Stunde Busfahrt starteten wir flussaufwärts an einer Brücke mitten im Dschungel. Wir wanderten entlang des Flusses und schauten, was es zu entdecken gab. Am Ufer fanden wir Grundeln und Schmerlen, aber auch eine größere farblose Barbe, einen Halbschnabelhecht und kleinere Bärblinge. Um die Fische und Wirbellosen im Wasser zu finden, legten wir uns häufig in das feuchte Nass und robbten zwischen den Steinen mit Schnorchelausrüstung in jede Nische. Spannend und gefährlich zugleich. Die Strömung und die glatten Steine riefen zur Vorsicht auf. Ins Krankenhaus wollte schließlich keiner. Aber bis auf blaue Flecken und einige Kratzer blieb es bei einem tollen Tagesausflug. Besonders die Erkundung von Sickerquellen oder größeren Pfützen nahe Reisfeldern machte besonders Spaß. Dementsprechend „dreckig“ sahen wir alle später auch aus. Aber auch am Flussufer konnten wir einige Tiere entdecken. Zum Beispiel Jagdspinnen, Ameisen, eine Blutsaugeragame, Blaukopfagamen, viele unterschiedliche Schmetterlinge und noch vieles mehr. Hinweise auf Labyrinthfische konnten wir ebenfalls in Reisfelder entdecken, allerdings keine Fische ausfindig machen. Dafür jede Menge Schneckenarten. Anschließend gingen wir flussabwärts und untersuchten den ruhigeren Teil des Flusses in der Nähe des Stausees. Besonders interessante Erkenntnisse ergaben die UV-B Messungen im Schatten, die trotz fehlender Sonne sehr hohe Werte annehmen können. Diese Werte schwanken je nach Standort stark.

Nun fuhr uns der Bus zu einer anderen Stelle im Dschungel. Dort fanden wir undurchdringlichen Regenwald mit einem Bergfluss, der mit vielen Steinen und reißen Wasser den einzigen Weg darstellte. Die Fischfauna stehender Gewässer unterscheidet sich komplett von der, fließender Gewässer. So konnten wir mehrere junge Schlangenkopffische ausfindig machen, aber auch viele weitere Pflanzen und Tiere. Die Harmonie innerhalb der Gruppe ist klasse. Hilfsbereitschaft und tolle Gespräche rund um die Uhr.

Natürlich haben wir auch wieder zahlreiche Untersuchungen und Dokumentationen der Standorte durchgeführt:

  • • Lufttemperatur: 32°
  • • Wassertemperatur: 26°C
  • • Wasserwerte: 0°dKH, 0°dGH, 7,1 pH, O2 8 mg/l, , 0,05 Fe mg/l, Leitfähigkeit 37,
  • • UV-B: 220

Anschließend fuhren wir zu einem Bauernhaus, bei dem wir auch zu Abend essen sollten. Zuvor erkundeten wir jedoch die Wasserfälle und nahe Umgebung. Dabei fanden wir die Arten der vorherigen Standorte, aber auch Ochsenfrösche und Laubfrösche. Im Anschluss an das dortige Abendessen zogen alle Teilnehmer, mit Taschen- und Stirnlampen bewaffnet, auf die Suche nach Reptilien. Hierbei konnten wir Laubfrösche, Jagdspinne, Fledermäuse, Ratten, Bambusotter und eine Natterart finden. Leider zwangen uns die Ranger nach 1,5 Stunden die Erkundung abzubrechen und begleiteten uns zu den Bussen. Aus diesem Grund war die Dschungelnacht im Freien, ebenfalls nicht möglich. Bei Einfahrt in den Nationalpark hatten diese unsere Gruppe begleitet und darauf geachtet, dass wir keine Tiere entwedeten. Die Gruppe gestern konnte sich, da es kein Wochenende war, eine Ausnahme erschleichen. Trotzdem war dieser Tag sehr schön.

© 04.05.2013 JBL GmbH & Co. KG