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Aquascaping - Gärtnern auch für Pollenallergiker

Gute Nachrichten für Heuschnupfen geplagte Hobbygärtner: Auch sie müssen aufs Gärtnern nicht verzichten – wenn sie ihr Steckenpferd ins heimische Wohnzimmer verlagern. Möglich ist dies mit einem Unterwassergarten im Aquarium, einem sogenannten Aquascape.

Aquascaping - Foto: IVH

„Beim Aquascaping werden Landschaften möglichst realistisch unter Wasser nachgebildet“, sagt Florian Grabsch, Vizepräsident des Verbands Deutscher Vereine für Aquarien und Terrarienkunde e.V. (VDA). Dies kann eine Hügellandschaft, ein Wald oder auch eine „naturgetreue“ Kopie des Auenlandes des kleinen Hobbits sein.

Zur Aquascape-Grundausstattung gehört ein Aquarium mit Beleuchtung und Filter. Für die Inneneinrichtung, das eigentliche Herzstück eines jeden Aquascapes, benötigt man einen Bodengrund, zum Beispiel groben bis feinen Sand. Als Dekomaterialien werden geeignete Steine und Holz verwendet. „Bei Pflanzen eignen sich vor allem langsam wachsende Arten wie Stängelpflanzen, Moose und kleine rasenbildende Arten – gerade für kleine Becken“, empfiehlt der Experte. Benötigen die ausgewählten Arten eine zusätzliche CO2-Düngung, ist eine entsprechende CO2-Anlage erforderlich. Zur Pflege braucht man noch eine lange Pinzette, Spatel, Scheibenreiniger, Schlauch, Kescher und einen sauberen Eimer.

Kreative Gestaltungsideen entwickeln und umsetzen

Vor der Einrichtung des Unterwassergartens macht man sich am besten eine Zeichnung, wie das fertige Becken aussehen soll. Anregungen und Tipps finden Interessierte beispielsweise in entsprechender Ratgeber-Literatur. Anschließend das Aquarium auf einem stabilen Untergrund aufstellen, Sand waschen und einfüllen, Steine und Wurzeln arrangieren und die Pflanzen genau nach der eigenen Vorstellung setzen. Zuletzt das Becken mit Wasser füllen und die Technik starten. „Für die Ersteinrichtung sollte man, gerade als Einsteiger, mindestens zehn Stunden planen. Die weitere Pflege nimmt eine halbe bis eine Stunde pro Woche in Anspruch“, sagt Grabsch. Sie besteht darin, Pflanzen zu schneiden und auszudünnen, die Scheiben für den klaren Durchblick zu reinigen, das Wasser zu 30 Prozent zu wechseln und den Filter zu reinigen. „Soll die Unterwasserlandschaft auch Fische oder Garnelen beherbergen, gibt es weitere Besonderheiten zu beachten“, erläutert Grabsch. Kompetente Beratung bei der Auswahl der Grundausstattung, der Dünge- und Pflegesysteme sowie der Einrichtungselemente erhalten Aquascaping-Fans beim Fachhändler.

Aquascaping ist ein Hobby, das sich je nach Größe und Gestaltung des Aquascapes immer wieder neu entdecken lässt und andere Anforderungen stellt. Es wird nie langweilig und echte Könner nehmen sogar an Weltmeisterschaften teil.

Quelle: IVH 06.06.2014

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