Zu den Diskusbuntbarschen bei Iquitos am Amazonas
Iquitos ist die größte Stadt der Welt ohne Straßenanbindung – nur per Flugzeug oder Boot erreichbar und direkt in der Gabel zwischen Rio Nanay und dem Amazonas gelegen. Iquitos ist direkt von Lima aus in 1,5 h Flug erreichbar und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für weitere Ziele im peruanischen Amazonastiefland.
Aqua-Terra-Fakten
Gefundene Fische
Cichliden
Diskus, Crenicichla, Cichla, Erdfresser, Skalare, Cichlasoma amazonarum, Hypselecara temporalis
Welse
Panzerwelse, Harnischwelse, Bratpfannenwelse, Hexenwelse, Sturisoma, Spatelwelse
Salmler
Raubsalmler, Bodensalmler, Rautenflecksalmler, Scheibensalmler, Piranhas, Beilbauchsalmler
Elektrischer Aal
Süßwasserrochen
Wasserwerte
Amazonas
°C: 30,5 / pH: 7,0 / GH: 5 / KH: 5 / Leitwert in µS/cm: 226 / O2: 10 mg/l
Rio Nanay
°C: 28-32 / pH: 5-6 / GH: 1-2 / KH: 0 / Leitwert in µS/cm: 4-7 / O2: 8-10 mg/l
Luftwerte
Lufttemperatur
31,5-34 °C
Luftfeuchtigkeit
50-77 %
Iquitos selbst ist schon ein Erlebnis, aber nicht nur ein Schönes. Schon im Landeanflug sieht man die Ausdehnung der Stadt mit 377.000 Einwohnern im Ballungsraum dieser größten Stadt im peruanischen Regenwald. Und diese Menschen wollen versorgt werden.
Auf dem täglich stattfindenden Markt im Zentrum von Iquitos findet man neben Fischen eben auch Kaiman und Schildkrötenfleisch.
Es wird gegessen, was die Natur (noch) hergibt. Erstaunlich, dass diese Menge an Fischen überhaupt noch täglich irgendwo in der Umgebung gefangen werden kann. Mal sehen, wie lange noch…
Die Moto-Taxis, in anderen Ländern Tuk Tuk genannt, prägen das Stadtbild. Im Verkehrsgewühl der z. T. engen Straßen das ideale und bezahlbare Transportmittel. Nur die Abgasemissionen wären für grüne Politiker ein Trauma. Sogar bei Regen bleiben Fahrer und Gäste halbwegs trocken!
Und wenn es regnet, dann aber richtig. Fünf Meter ohne Schirm, und man ist bis auf die Knochen nass. Da bleibt einem nur, den Regen anzunehmen, denn er gehört irgendwie dazu. Es heißt ja auch: Tropischer Regenwald!
Eigentlich sollte die Zeit im September noch VOR der Regenzeit liegen, aber das Klima hat sich auch in den Tropen stark verändert. Früher konnten die Indigenen auf eine Woche genau vorhersagen, wann die Trockenzeit endet und die Regenzeit beginnt. Heute ist nicht einmal der Monat sicher vorhersehbar.
Die Anzahl der 36 Teilnehmer für die 16-tägige JBL Expedition wurde auf drei Teams à 12 Personen aufgeteilt, so dass nie zu viele Menschen an einem Biotop auf einmal anwesend sind. Ein Teamleiter passt auf, dass seine Schäfchen auch nicht verloren gehen und immer 12 am Abend wieder ins Camp oder in die Lodge zurückkehren.
Die Teilnehmer kamen vorwiegend aus Deutschland, aber auch aus Frankreich, Österreich, Kroatien, Großbritannien, den Niederlanden und der Schweiz. Genau so bunt wie die Nationalitäten, waren die Interessensgebiete der einzelnen Teilnehmer: Diskus, Cichliden, Frösche, Insekten, Pflanzen und noch einige mehr. So kam ein unglaublicher Wissensschatz zusammen, der bei der Bestimmung der gefundenen Tiere und Pflanzen extrem hilfreich war. Alleine schon die Hilfe vom weltweit anerkannten Cichliden-Spezialisten Dr. Wolfgang Staeck war super.