Algenprobleme im Meerwasser lösen

Algenprobleme im Meerwasser lösen

Algen gehören zu einem Meerwasserbiotop genauso dazu wie Korallen. Erst wenn die Algen Überhand nehmen, sollten Maßnahmen dagegen ergriffen werden. Da die Algen im Meerwasser sehr vielfältig sind, erklären wir Ihnen hier, wie Sie bei den einzelnen Meerwasseralgen reagieren können.

  • Fadenalgen

    Fadenalgen

    Fadenalgen sind erst lästig, wenn es zu viele werden. Ein paar Fadenalgen haben auch Vorteile: Sie dienen Algen fressenden Fischen wie Doktorfischen als Nahrung und entziehen dem Wasser Phosphate. Sollten es zu viele werden, sollte der Eisengehalt des Wassers überprüft werden ( JBL Fe Eisen Test ). Falls Sie einen Kalkreaktor betreiben, überprüfen Sie die Wassermenge, die vom Kalkreaktor in das Aquarium gelangt. Wenn dies zu viel ist, gelangt zu viel freies CO2 in Ihr Aquarium und lässt die Fadenalgen wachsen.

  • Caulerpa

    Caulerpa

    Kriechsproßalgen aus der Gattung Caulerpa sind sehr dekorativ, haben aber auch Nachteile. Sie wachsen extrem schnell und können dabei Ihre Wirbellosen überwachsen und ersticken. Sie binden viele Phosphate und Nitrate und werden daher manchmal in Extra „Algenfiltern“ kultiviert, in denen sie ungehemmt wachsen dürfen. Wenn die Caulerpas zu viel werden, müssen sie teilweise entfernt werden. Aber Achtung dabei: Wenn Sie die Algenstränge „herausreißen“, zerreißen Sie die Zellen der Algen und die Zellsäfte mit den vorher gebundenen Phosphaten und Nitraten gelangen wieder zurück in Ihr Aquarienwasser. Daher bitte nicht „Groß-Algenentfernen-Aktionen“, sondern immer in kleinen Schritten. Dann gibt es keine negativen Begleiterscheinungen.

  • Kieselalgen

    Kieselalgen

    Kieselalgen (Diatomeen) bilden dünne braune Beläge, meist auf dem Bodengrund. Sie benötigen Kieselsäure (SiO2), auch Silikat genannt, zum Wachsen. Sobald der Silikatgehalt sinkt, verschwinden sie oft von alleine. Bleiben sie dennoch und werden mehr, muss es eine starke Silikatquelle geben. Dann müssen Sie verwendetes Dekomaterial überprüfen und auch Ihr Ausgangswasser auf Silikate prüfen ( JBL SiO2 Silikat Test ). Bei erhöhten Silikatwerten hilft JBL SilikatEx , ein Spezialfiltermaterial.

  • Schmieralgen

    Schmieralgen

    Diese sehr unschön aussehenden Algen bilden sich meist dann, wenn im Aquarium zu viele „reduzierende“ Prozesse ablaufen. Dann sinkt der Redoxwert und die Schmieralgen breiten sich aus. Eine Reduktion von Phosphat und Nitrat hat meist keinen Einfluss auf Schmieralgenwachstum. Säubern oder erneuern Sie statt dessen Filterschwämme, saugen Sie den Schmutz aus dem Bodengrund und pusten sie mit kräftigen Pumpen den Schmutz unter Ihrer Dekoration hervor (und entfernen Sie ihn mit Schnellfiltern). Danach wird das Redoxpotential Ihres Wassers steigen und die Schmierlagen verschwinden. Hier geht es also um die Sauberkeit von Bodengrund, Filtermaterial und Dekoration.

  • Blasenalgen

    Blasenalgen (Kugelalgen)

    Die ersten Blasenalgen sehen ja noch ganz nett aus, aber wenn es mehr Blasenalgen als Wirbellose werden, beginnt jeder über eine Bekämpfung nachzudenken. Ein „Mittelchen“ dagegen gibt es nicht, bleibt die biologische Bekämpfung. Viele Aquarianer berichten von einer erfolgreichen Blasenalgenbekämpfung durch Fuchsgesichter (Siganus vulpinus) aus der Familie der Kaninchenfische. Einige Aquarianer berichten von einem Zusammenhang mit dem Kaliumgehalt des Wassers. Nach einer Verringerung des kaliumgehaltes verschwanden auch die Blasenalgen.

  • Kalkrotalgen

    Kalkrotalgen

    Hier geht es eher selten darum, sie zu bekämpfen, als eher darum, dass sie nicht gut wachsen! Kalkrotalgen sehen sehr dekorativ aus und sind meist erwünscht. Sie wachsen aber auch an den Scheiben und müssen mit einem kräftigen Scheibenreiniger ( JBL Floaty Blade ) entfernt werden. Für ein kräftiges Wachstum benötigen sie die richtigen Kalzium- und vor allem Magnesiumwerte (ca: 440 mg/l, Mg 1200 mg/l). Mit Hilfe von JBL MagnesiuMarin können Sie den Magnesiumgehalt in Ihrem Meerwasseraquarium einfach und professionell anheben.